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Eduard Bernstein

Berlin 6.1.1850 - Berlin 18.12.1932

Bozener Straße 18

HIER WOHNTE VON 1918-1932
EDUARD BERNSTEIN
6.1.1850-18.12.1932
SOZIALDEMOKRATISCHER THEORETIKER
STADTVERORDNETER UND STADTRAT
IN SCHÖNEBERG 1910-1921
MITGLIED DES DEUTSCHEN REICHSTAGES
1902-1907, 1912-1918 UND 1920-1928

Die Bronzetafel im Vorgarten ersetzt eine 2014 gestohlene Vorgängertafel. Enthüllt wurde sie von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Vorsitzenden der Historischen Kommission der SPD Berlin, Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, am 14.9.2016.
Die Inschrift der Vorgängertafel lautete:
HIER WOHNTE VON 1918 - 1932
EDUARD BERNSTEIN
6.1.1850 - 18.12.1932
SOZIALDEMOKRATISCHER THEORETIKER
STADTVERORDNETER UND STADTRAT
IN SCHÖNEBERG 1910-1920
MITGLIED DES DEUTSCHEN REICHSTAGES
1902-1906, 1912-1918 UND 1920

Die Bronzetafel im Vorgarten des Wohnhauses wurde am 11.4.1981 vom Regierenden Bürgermeister Hans-Jochen Vogel enthüllt. Sie war jahrelang hinter einer sie verdeckenden Pflanze versteckt, aber nach deren Rückschnitt im Oktober 2012 wieder sichtbar. Im Herbst 2014 kam sie durch Diebstahl abhanden. Die Inschrift der ersten Tafel enthielt fehlerhafte Angaben.
Der Theoretiker der SPD und Auslöser des sog. Revisionismusstreits - hervorgerufen durch sein Werk "Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie" (1899) - war Gegner, später auch wieder Freund Karl Kautskys und wurde von August Bebel ob seiner Überlegungen heftig angegriffen. Er war auch Stadtverordneter in Schöneberg und dort ab 1919 unbesoldeter Stadtrat. Begraben ist er quasi in Sichtweite von Bebels letzter Wohnung auf dem (inzwischen geschlossenen) Schöneberger Friedhof I, Eisackstraße 40a (am Innsbrucker Platz), Abt. 12-231. Das Urnengrab war von 1952 bis Sommer 2010 Ehrengrab des Landes Berlin und erhielt diesen Status wieder im Sommer 2016.
Im Dezember 2007 stellte die SPD aus Anlass des 75. Todestages einen neuen, seine Bedeutung für die Sozialdemokratie würdigenden Grabstein auf.

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