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Blaue Infotafel mit Text und Bildern zum Dreifaltigkeitskirchhof 1 in deutsch.
Blaue Infotafel mit Text und Bildern zum Dreifaltigkeitskirchhof 1 in englisch.
Eine kleine Ausstellung mit Infotexten und Bildern zu der Familie Mendelssohn Bartholdy, die auf dem Friedhof begraben ist.

Dreifaltigkeitskirchhof I

Map Mehringdamm 21

DREIFALTIGKEITS-KIRCHHOF I

Die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor wurden
auf Anweisung König Friedrich Wilhelms I. ab 1735
angelegt. Die ältesten Gemeinden der Friedrich-
stadt, die Jerusalems- und Neue Kirchen-Gemein-
den waren die ersten Nutzer. 1737-39 folgte die
neu gegründete Dreifaltigkeitsgemeinde, deren
1947/48 gesprengte Kirche an der Mauerstraße
lag. 1797 erhielt die Gemeinde von König Friedrich
Wilhelm II. Mittel für eine Friedhofserweiterung
nach Süden. Hier gab es seit 1807 ein gemeinde-
eigenes Gruftgewölbe, das 1880 zu einer Trauerka-
pelle erweitert wurde.

Die Teilung Berlins nach 1945 trennte den Friedhof
im Westteil von der Gemeinde im Ostteil der Stadt;
der Friedhof verwahrloste in erheblichem Maße.
1968-71 büßte der Dreifaltigkeits-Kirchhof durch
die Verlegung der Blücherstraße ein Viertel seines
ältesten Bestattungsbereiches im Norden ein. Er
verlor auch sein Eingangsportal und ist seitdem
nur über die Eingänge der umliegenden Friedhöfe
zu erreichen.

Im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins 1987 wur-
den auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor
im Auftrag der Denkmalpflege mit Mitteln der
Stiftung Deutsche Klassenlotterie zahlreiche Sanie-
rungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

2005 wurde das Grabmal von Rahel und Karl
August Varnhagen mit einer Spende der Varnhagen
Gesellschaft e. V. wieder hergestellt. Weitere Arbeiten
betrafen insbesondere die Grabanlage der Familie
Felix Mendelssohn Bartholdy, wo die historisch
überlieferte Rosen- und Fliederbepflanzung wieder
hergestellt wird. 2006 beauftragte die Gartendenk-
malpflege ein gartenhistorisches Instandsetzungs-
konzept für den Dreifaltigkeits-Kirchhof.

Persönlichkeiten und bemerkenswerte Grabmäler
Auf dem älteren Teil des Dreifaltigkeits-Kirchhofes
haben sich einige Grabmäler der lokalen Prominenz
erhalten. Ein schmiedeeisernes Gitter umfasst die
Grabstelle für Bruno Fritzsch, der von 1897-1904
als Unterstaatssekretär im Reichspostministerium
die deutsche Kolonialpost organisierte. Er förderte
in Berlin besonders die Beamtenwohnungsvereine.
Eine schwarze Syenitwand mit Gitter kennzeichnet
die Grabstätte des Bankiers und Kommunalpoliti-
kers Adolf Schünemann. Die malerisch geformte
Trauernde aus weißem Marmor entspricht dem
neubarocken Stilempfinden des ausgehenden
19. Jahrhunderts. Die rötliche Granitstele mit dem
bronzenen Porträtmedaillon für den Theologen
und Pädagogen Moritz Fürbringer stifteten seine
Schüler und Freunde. Als Nachfolger von Adolf
Diesterweg (1790-1866) fungierte Fürbringer
ab Dezember 1852 als Stadtschulrat. 1873 wurde
er zum „Ältesten der Stad“ ernannt. Für den
Schauspieler und Regisseur Carl Stawinsky, der
on 1826 bis 1856 am Königlichen Schauspielhaus
wirkte, wurde eine Marmorstele mit gotisierender
Blendarkade errichtet. Ein Obelisk kennzeichnet
das Grab des Pädagogen Hermann Kern. Seit 1879
amtierte er als Direktor der Königlichen Realschu-
len. Von tröstlichem Liebreiz ist der marmorne
Engel, der auf der Grabstätte der Familie Emil Loh
Blumen streut. Das Grabmal entstand um 1893
in der renommierten Grabsteinfirma Stahl &
Herzog. Eine Trauernde aus weißem Marmor bildet
den Hauptschmuck der Grabanlage der Familie
des Julius Haussmann. Schöpfer der Figur war
vermutlich der Bildhauer Heinrich Pohlmann
(1839-1917). An den Superintendenten Theodor
Brandin, Direktor des Christlichen Zeitschriften-
vereins, erinnert ein schlichtes Granitkreuz.

Eine liegende Steinplatte bildet das Grabmal für
den Superintendenten und Pfarrer an der Dreifaltig-
keitskirche von 1926 bis 1940, Friedrich Geest.
Gegenüber der nördlichen Erbbegräbniswand ha-
ben sich einige Gittergrabmale erhalten, darunter
die Grabstätte für Hermann Piper. Die Marmor-
figur eines Engels, der mit beiden Händen eine
antike Stele bekränzt, ist vermutlich der italienischen
Grabkunst entlehnt.

Der Erweiterungsbereich des Friedhofes birgt gegen-
über dem verkleinerten alten Teil bedeutend mehr
historische Grabstätten. Zu diesen zählt das Wand-
grab für den Königlichen Architekten Ludwig
Ferdinand Hesse. Seit 1843 Mitglied der Akademie
der Künste, amtierte Hesse ab 1863 als Direktor
der Schloß-Baukommission in Berlin. Sein heute
bekanntestes Werk ist die „Löwenbrücke“ im Gro-
ßen Tiergarten. Akademie-Mitglied war auch der
vor einem gotisierenden Wandgrab an der west-
lichen Einfassungsmauer beigesetzte Architekt
Johann Gottlieb Schlaetzer, ein enger Mitarbeiter
Karl Friedrich Schinkels (1781 1841). Links
schließt sich das Erbbegräbnis der Familie Twesten
an, in der schlichten Gestaltung ein Spätwerk der
Biedermeierzeit. Hier ruht, besonders geehrt mit
einem naturalistisch formulierten Porträtrelief von
Otto Geyer (1834-1919), der Theologe August
Twesten, Nachfolger von Friedrich Schleiermacher
(1768-1834) als Professor an der Berliner Univer-
sität. Ein repräsentatives Wandgrab in Ecklage zwi-
schen südlicher und östlicher Einfassungsmauer
entwarf 1896 der Architekt Wilhelm Martens
(1842-1910) für die Familie Heegewaldt.
Das als Neorenaissance-Architektur ausgeführte
Wandgrab ersetzte ein älteres Grabmal der Familie.
Hier hatte schon früher der Preußische Staatsbeamte
und Kommunalpolitiker Johann David Heegewaldt
seine letzte Ruhe gefunden.

Das an der östlichen Mauer errichtete Wandgrab
für Melanie von Schoenebeck, geb. Herz, trägt als
besonderen Schmuck das bildplastische Familien-
wappen, ein Werk des Bildhauers Fritz Klimsch
(1870-1960). Schräg gegenüber liegt die schlichte
Grabstätte für Rahel Varnhagen von Ense und
ihren Ehemann Karl August. In einer ursprünglich
zugehörigen dritten Stelle ruht - heute ungekenn-
zeichnet - Rahels Kammerzofe Dorothea Neuendorf
(1785-1856), genannt „Dore“. Rahel Levin, de-
ren Familie sich seit 1796 Robert nannte, war für
ihre geselligen Abende in der Jägerstraße 54 be-
rühmt. 1814 heiratete sie den Diplomaten Karl
August Varnhagen von Ense und zog nach Baden
und Karlsruhe. 1819 nach Berlin zurückgekehrt,
führte sie ihren Salon in der Mauerstraße 36 weiter.
Testamentarisch verfügte Rahel ihre oberirdische
Beisetzung im Gemeindegewölbe auf dem Friedhof
- aus Angst lebendig bestattet zu werden. Erst
1867 ließ ihre Nichte Ludmilla Assing (1821-1880)
den Sarg neben dem Ehemann Karl August bei-
setzen. Unweit der Varnhagen-Grabstätte steht das
gusseiserne Grabkreuz für den Mathematiker Carl
Jacobi. Auch der Direktor des Askanischen Gym-
nasiums, Woldemar Ribbeck ist nahebei mit einer
Grabstele geehrt. Ein von Siegfried Schellbach
(*1866) geschaffenes Bronzerelief zeigt den Päda-
gogen, der mit Anna Gropius, einer Schwester des
Architekten Martin Gropius (1824-1880), verhei-
ratet war.

Eine üppige Trauernde aus weißem Marmor, ge-
lehnt an einen mächtigen Obelisken, kennzeichnet
das Grab des Preußischen Generalpostmeisters
Heinrich von Stephan. Der 1885 geadelte preußi-
sche Beamte gilt als Erfinder der Postkarte und ist
der Gründer des Postmuseums. Das Grabmal mit
dem schmiedeeisernen Jugendstil-Gitter ist ein
Werk des Bildhauers Joseph Uphues (1850-1911).
Nahe bei steht als Rest einer Grabanlage die Figur
einer sitzenden „Trauernden Witwe“, geschaffen
um 1909 von Hugo Cauer (1864-1918).

Historisch bemerkenswert sind auch die Grabstätten
der Familie Grafen zu Eulenburg. Hier ruhen der
Preußische Innenminister und Ministerpräsident
Botho Graf zu Eulenburg und der Minister des
Königlichen Hauses August Graf zu Eulenburg.
Ein schlichtes Granitkreuz erinnert an den Schrift-
steller und Dramatiker Ernst Raupach. Unweit
von hier ist der Dirigent und Konzertpianist Hans
Hilsdorf beigesetzt, seit 1973 Direktor der Sing-
Akademie. Einer seiner Amtsvorgänger, Martin
Blumner, ruht in einer großen Gittergrabstätte.
Der Grabstein trägt das Porträt Blumners von Fritz
Schaper (1841-1919). Kunsthistorisch ebenfalls
bemerkenswert ist das marmorne Grabmal für Paul
Fischer in neuromanischen Formen und einem
qualitätsvoll modellierten Christuskopf.

Der sicherlich bekannteste Verstorbene auf dem
Friedhof ist der Komponist Felix Mendelssohn
Bartholdy, der mit seiner als Pianistin bekannten
Schwester Fanny, deren Mann, dem Maler Wilhelm
Hensel und weiteren Familienmitgliedern in einem
repräsentativen Gittergrab beigesetzt ist. Die Eltern
von Felix und Fanny, der Bankier Abraham
Mendelssohn Bartholdy und seine Frau Lea, geb.
Salomon, sind in einer eigenen Grabstätte gleichfalls
auf dem Friedhof beigesetzt.



DREIFALTIGKEITS-KIRCHHOF I

Trinity Cemetery I
In the reign of Frederick William I. of Prussia, in
1735 work began on the cemeteries outside of the
city gate Hallesches Tor for the parishes of Jeru-
salem Church and New Church, and in 1737, also
for Trinity Church. In 1797, Trinity parish received
funds from King Frederick William II. to extend
the cemetery to the south. In 1880, a chapel of
remembrance was built. Trinity Church in the
Mauerstrasse was demolished in 1947/1948.

The division of Berlin after 1945 separated the
cemetery in the west from its parish in the east;
the cemetery was neglected and fell into disrepair.
From 1968-1971, Trinity Cemetery lost a quarter
of its oldest part in the north when Blücherstrasse
was re-routed.

Within the context of the Berlin's 750-year anni-
versary in 1987, a great deal of renovation and
conservation work was carried out in the cemeteries
near Hallesches Tor by the Berlin Monument
Authority with funds provided by the German
Lottery Foundation.

Historic Personages and Important Graves
In the oldest part of Trinity Cemetery, some of the
graves of prominent local people have survived.
Here lie, for example, the civil servant Bruno
Fritzsch, who organised the German colonial postal
service from 1897 to 1904, and the banker Adolf
Schünemann. A stele with relief marks the grave
of Moritz Fürbringer, theologian and educationalist,
who from 1852 was Berlin school inspector. The
actor Carl Stawinsky and the educationalist
Hermann Kern are buried here. Also well worth
a visit is the angel on Emil Loh's grave. A statue of
a mourning woman adorns Julius Haussmann's
grave; the sculptor was probably Heinrich Pohl-
mann (1839-1917). A simple cross stands in
remembrance of the theologian Theodor Brandin.
A stone slab marks the grave of Friedrich Geest,
pastor of Trinity Church from 1926-1940. A pleas-
ing example of grave architecture is Hermann
Piper's grave.

The section of the cemetery that dates from 1797
has many historic graves; for example, the architect
royal Ludwig Ferdinand Hesse. As of 1863, he was
director of the castle building commission. The
architect Johann Gottlieb Schlaetzer, a colleague
of Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), also has
a wall grave. To the left is the grave of the Twesten
family. Here lies the theologian Professor August
Twesten, a portrait-relief by Otto Geyer (1834-1919)
adorns the grave. In 1896, Wilhelm Martens
(1842-1910) designed a large wall grave for the
Heegewaldt family.

The wall grave of Melanie von Schoenebeck displays
a coat of arms executed by Fritz Klimsch (1870-1960).
Diagonally opposite lies the grave of Rahel and
Karl August Varnhagen von Ense. Rahel was a
writer famous for her social evenings; Karl was also
a writer and a diplomat. Nearby stands the cast-
iron cross marking the grave of Carl Jacobi, mathe-
matician, and the stele for the educationalist
Woldemar Ribbeck, who was married to Anna
Gropius, a sister of the architect Martin Gropius
(1824-1880).

A statue of a mourner by Joseph Uphues (1850-1911)
stands on the grave of Postmaster General Heinrich
von Stephan, who is regarded as the inventor of
the postcard. Near his grave is a statue of a sitting
“mourning widow” by Hugo Cauer (1864-1918).

Of historic interest are the graves of Botho and
August, Counts of Eulenburg. A cross stands in
memory of the writer and dramatist Ernst Raupach.
Not far from here lies the conductor Hans Hilsdorf.
One of his predecessors as director of the Singaka-
demie, Martin Blummer, is buried nearby. The
gravestone bears his portrait, by Fritz Schaper
(1841-1919). Of art-historical interest is the marble
gravestone of Paul Fischer.

The most famous person buried in this cemetery
is the composer Felix Mendelssohn Bartholdy.
With his sister Fanny and his brother-in-law, the
artist Wilhelm Hensel, he lies in a grave with large
iron surrounds. Felix and Fanny's parents, the
banker Abraham Mendelssohn Bartholdy and his
wife Lea, are also buried here.


Cimetière de la Trinité I
Les cimetières du Hallesches Tor ont été créés sous
le règne du roi Frédéric-Guillaume I, à partir de
1735 pour les paroisses de l'église de Jérusalem et
de la Nouvelle Église, et de 1737 pour la paroisse
de la Trinité. En 1797, la paroisse obtint du roi
Frédéric-Guillaume Ier les fonds nécessaires à
l'agrandissement du cimetière vers le sud. Une
chapelle y fut érigée en 1880. L'église de la Trinité,
qui se situait dans la Mauerstraße, fut démolie en
1947/48.

À la division de Berlin après 1945, le cimetière, à
l'Ouest, fut séparé de la paroisse, désormais située
dans la partie orientale de la ville et alors largement
laissé à l'abandon. Entre 1968 et 1971, en raison
du déplacement de la Blücherstraße, le cimetière
de la Trinité dut sacrifier un quart de sa partie la
plus ancienne au nord.

Dans le cadre des festivités célébrant les 750 ans
de Berlin en 1987, des mesures de réhabilitation
et de préservation furent entreprises dans les cime-
tières du Hallesches Tor à l'initiative du service des
monuments historiques, avec le soutien financier
de la «Stiftung Deutsche Klassenlotterie», la fonda-
tion de la loterie nationale allemande.

Personnalités et sépultures dignes d'intérêt
Dans la partie la plus ancienne du cimetière de la
Trinité, quelques sépultures de célébrités locales
sont restées intactes, celle de Bruno Fritzsch par
exemple, le fonctionnaire qui organisa la poste
coloniale allemande entre 1897 et 1904 et celle du
banquier Adolf Schünemann. Une stèle ornée d'un
relief honore le souvenir du théologien et pédagogue
Moritz Fürbringer, inspecteur municipal de l'édu-
cation à partir de 1852. Le comédien Carl Stawinsky
et le pédagogue Hermann Kern reposent également
ici. L'ange de la tombe d'Emil Loh vaut la peine
d'être vu. Une femme en deuil, dont Heinrich
Pohlmann (1839-1917) est probablement le créa-
teur, orne le tombeau de Julius Haussmann. Une
simple croix évoque la mémoire du théologien
Theodor Brandin. Une dalle en pierre constitue le
tombeau de Friedrich Geest, le pasteur de l'église
la Trinité de 1926 à 1940. La sépulture d'Hermann
Piper est digne d'attention.

En face, la partie du cimetière datant de 1797 recèle
un grand nombre de sépultures historiques, comme
celle de l'architecte de la cour Ludwig Ferdinand
Hesse, qui fut, à partir de 1863, directeur de la
commission chargée de la construction du château.
L'architecte Johann Gottlieb Schlaetzer, qui coopéra
avec Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), a égale-
ment une tombe murale. La sépulture de la famille
Twesten y est contigue sur la gauche. C'est ici que
repose le professeur August Twesten, théologien,
auquel un portrait en relief exécuté par Otto Geyer
(1834-1919) rend hommage. En 1896, Wilhelm
Martens (1842-1910) réalisa une grande tombe
murale pour la famille Heegewaldt.

La tombe murale de Mélanie von Schoenebeck
est ornée d'un blason façonné par Fritz Klimsch
(1870-1960). En diagonale sur le côté opposé, se
trouve la sépulture de Rahel et Karl August Varnhagen
von Ense. Rahel était connue pour ses soirées convi-
iales, Karl était diplomate et écrivain. A proximité
se dresse la croix en fonte du mathématicien Carl
Jacobi et la stèle du pédagogue Woldemar Ribbeck,
époux d'Anna Gropius, une sœur de l'architecte
Martin Gropius (1824-1880).

La tombe du ministre de la Poste Heinrich von
Stephan, considéré comme l'inventeur de la carte
postale, se distingue par une femme en deuil de
Joseph Uphues (1850-1911). À proximité se trouve
une «veuve éplorée» en position assise réalisée par
Hugo Cauer (1864-1918).

Les sépultures de Botho et August, comtes d'Eulenburg,
présentent un intérêt historique. Une croix évoque
le souvenir de l'écrivain et dramaturge Ernst Raupach.
Le chef d'orchestre Hans Hilsdorf est inhumé un
peu plus loin. L'un de ses prédécesseurs à la direction
de l'Académie de charit, Martin Blumner, est enterré
à proximité; son portrait, réalisé par Fritz Schaper
(1841-1919), figure sur la pierre tombale. La tombe
en marbre de Paul Fischer est intéressante du point
de vue de l'histoire de l'art.

La personnalité la plus connue inhumée au
cimetière de la Trinité est le compositeur Félix
Mendelssohn Bartholdy. Il repose avec sa sœur
Fanny et son beau-frère le peintre Wilhelm Hensel
dans un vaste caveau entouré d'une grille. Les
parents de Félix et Fanny, le banquier Abraham
Mendelssohn Bartholdy et son épouse Léa, sont
également inhumés dans ce cimetière.

1. Bruno Fritzsch (1842-1933), Preußischer Unterstaatssekretär,
2. Adolf Schünemann (1847-1919), Bankier
3. Moritz Fürbringer (1802-1874), Theologe, Pädagoge
(Ehrengrab des Landes Berlin)
4. Carl Stawinsky (1794-1866), Schauspieler, Regisseur
5. Hermann Kern (1823-1891), Pädagoge
6. Emil Loh (1848-1893)
7. Julius Haussmann (1839-1891)
8. Theodor Brandin (1859-1926), Superintendent, Direktor
des Christlichen Zeitschriftenvereins
9. Friedrich Geest (1868-1940), Superintendent, Pfarrer an
der Dreifaltigkeitskirche
10. Hermann Piper (1838-1893)
11. Ludwig Ferdinand Hesse (1795-1876), Architekt
12. Johann Gottlieb Schlaetzer (1771-1824), Architekt
13. August Twesten (1789-1876), Theologe
14. Johann David Heegewaldt (1773-1850), Politiker,
Ehrenbürger von Berlin (Ehrengrab des Landes Berlin)
15. Melanie von Schoenebeck, geb. Herz (1871-1905)
16. Rahel Varnhagen von Ense, geb. Levin (1771-1833),
Schriftstellerin (Ehrengrab des Landes Berlin)
Karl August Varnhagen von Ense (1785-1858), Diplomat,
Schriftsteller
17. Carl Jacobi (1804-1851), Mathematiker (Ehrengrab des Landes Berlin)
18. Woldemar Ribbeck (1830-1902), Direktor des Askanischen
Gymnasiums
Anna Ribbeck, geb. Gropius (1834-1906)
19. Heinrich von Stephan (1831-1897), Preußischer
Generalpostmeister (Ehrengrab des Landes Berlin)
20. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), Komponist
Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy (1805-1847).
Komponistin, Pianistin
Wilhelm Hensel (1794-1861), Maler
(Ehrengräber des Landes Berlin)
21. Abraham Mendelssohn Bartholdy (1776-1835), Bankier
Lea Mendelssohn Bartholdy, geb. Salomon (1777-1842)
(Ehrengräber des Landes Berlin)
22. August Graf zu Eulenburg (1838-1921), Oberhof- und
Hausmarschall, Preuß. Minister des Königlichen Hauses
Botho Graf zu Eulenburg (1831-1912), Preuß. Staatsminister
und Ministerpräsident
23. Ernst Raupach (1784-1852), Schriftsteller
24. Hans Hilsdorf (1930-1999), Direktor der Singakademie
25. Martin Blumner (1827-1901), Direktor der Singakademie
26. Paul Fischer (1857-1903)

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte. 

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Dreifaltigkeitskirche von der Mauer-/Ecke Kronenstraße
aus gesehen, Bezirk Mitte, um 1910
View of Trinity Church from the Mauerstrasse/corner of
Kronenstrasse, Mitte district, ca. 1910
L'église de la Trinité vue depuis l'angle de la Mauerstraße et
de la Kronenstraße, arrondissement de Mitte, vers 1910
(Foto: Landesarchiv Berlin)
[2] Grabmal Felix Mendelssohn Bartholdy, 1902
Grave of Felix Mendelssohn Bartholdy, 1902
Tombe de Felix Mendelssohn Bartholdy, 1902
 (Foto: Landesarchiv Berlin)
[3] Grabmal Adolf Schünemann, 1984
Grave of Adolf Schünemann, 1984
Tombe d'Adolf Schünemann, 1984
(Foto: Landesarchiv Berlin)
[4] Grabmal Heinrich von Stephan, Kranzniederlegung am
10.10.1955
Grave of Heinrich von Stephan, laying of a wreath,
10 October 1955
Tombe d'Heinrich von Stephan, dépôt de couronne du
10/10/1955
(Foto: Landesarchiv Berlin / Willy Kiel)
[5] Grabstätten der Familien Grafen zu Eulenburg, 1990
Family graves of the Counts of Eulenburg, 1990
Tombes des familles des comtes d'Eulenburg, 1990
(Foto: Familienbesitz Dr. Klausa)
[6] Grabstätte Mendelssohn Bartholdy und Hensel, vor 1939
Grave of Mendelssohn Bartholdy and Hensel, pre-1939
Caveau de Mendelssohn Bartholdy et de Hensel, avant 1939
(Foto: Bildarchiv Foto Marburg)
[7] Grabstätte Abraham und Lea Mendelssohn Bartholdy, 1945
Grave of Abraham und Lea Mendelssohn Bartholdy, 1945
Tombe d'Abraham et Lea Mendelssohn Bartholdy, 1945
(Foto: Landesarchiv Berlin)

Angaben zu genutzten Quellen, Autorenschaft und Impressum:
Literaturauswahl und Quellen: Literature and References / Sélection bibliographique et sources:

Bloch, Peter/Scherhag, Ludwig: Grabmäler in Berlin III- Die Kirchhöfe
des 18. Jahrhunderts vor dem Halleschen Tor. Schriftenreihe Berliner
Forum 7/80
Fischer, Christoph/Schein, Renate: ‚o cwich is so lanck‘. Die Historischen
Friedhöfe in Berlin-Kreuzberg. Hrsg. Landesarchiv Berlin, Berlin 1987
Paffen, Debora/Mende, Hans-Jürgen: Die Friedhöfe vor dem Halleschen
Tor. Ein Friedhofsführer, Teil I, Berlin 2003

Idee, Finanzierung/Idea and Sponsored by/Idée, financement:
Landesdenkmalamt Berlin, Gartendenkmalpflege
Konzept, Redaktion/Concept and Editing/Conception, rédaction: 
Dr. Jörg Kuhn, Fiona Laudamus

Layout/Maquette:
HORTEC Berlin
Kontakte/Contact/Contacts:
Evangelische Kirchhofsverwaltung
Südstern 8-10, 10961 Berlin

Varnhagen Gesellschaft e. V., Köln
www.varnhagen-gesellschaft.de

Mendelssohn-Gesellschaft e. V., Berlin
www.mendelssohn-gesellschaft.de

 

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