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Dorfkirche Malchow

Dorfstraße (neben dem Friedhof)

Am 21. April 1945, kurz bevor
sowjetische Truppen den Ort er-
reichten, wurde die Kirche von
Malchow durch deutsches Militär
fast zeitgleich mit denen
in Wartenberg und Falkenberg
gesprengt. Sie fiel menschen-
verachtenden Durchhaltebefehlen
zum Opfer. Damit endete die über
700-jährige Geschichte der Dorf-
kirche. Diese sinnlose Tat
erschütterte die Gemeinde tief.
Im Jahr 1952 erbaute die Gemeinde
ihr neues Gemeindezentrum, in dem
auch die gerettete Kirchenfahne
von 1699 mit den Initialen des
preußischen Ministers Paul von
Fuchs bewahrt wird.

Am 17.12.2008 wurden an den früheren Standorten der Dorfkirchen von Malchow und Falkenberg gleichartig gestaltete, in einem Edelstahlrahmen gefasste Gedenktafeln enthüllt.
Die Inschriften nehmen jeweils Bezug aufeinander und im oberen Teil ist jeweils ein Foto der betreffenden Kirche (Malchow 1895, Falkenberg 1928) eingefügt, dazu steht links neben der Inschrift von unten nach oben in größeren Buchstaben: Kirche Malchow - respektive der entsprechende Ortsname.
Auf beiden Tafeln steht jeweils links untern in Schreibschrift:
»Herr, ich habe lieb 
die Stätte deines Hauses und den Ort, 
da seine Ehre wohnt.«
Psalm 26,8

Gestaltet wurden die Tafeln von Helga Lieser und finanziert aus dem Fonds Erinnerungskultur Berlin-Lichtenberg.
An der Enthüllung nahmen Bezirksstadträtin Katrin Framke, der Vorsitzende des BVV-Kulturausschusses, Prof. Dr. Jürgen Hofmann, und der Pfarrer der in einer Gemeinde zusammengefassten drei Dörfer, Albrecht Hoffmann, teil.
Die Tafeln wurden zwischenzeitlich offenbar von Unbekannten so beschädigt, dass sie erneuert und in stabileren Befestigungen am 21.4.2015 eingeweiht wurden. Inhaltliche Veränderungen gab es keine.
Eine weitere Tafel für die Dorfkirche von Wartenberg wurde aus privaten Spenden finanziert und am 24.5.2010 aufgestellt.

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