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Ansicht Gedenktafel Dorfkirche Falkenberg
Ansicht Gedenktafel Dorfkirche Falkenberg - Bild 1
Ansicht Gedenktafel Dorfkirche Falkenberg - Bild 2
Ansicht Gedenktafel Dorfkirche Falkenberg - Bild 3

Dorfkirche Falkenberg

Map Dorfstraße 39a

Am 21. April 1945, kurz bevor sow-
jetische Truppen den Ort erreich-
ten, wurde die Kirche von Falken-
berg durch deutsches Militär fast
zeitgleich mit denen in Malchow
und Wartenberg gesprengt. Sie fiel
menschenverachtenden Durchhalte-
befehlen zum Opfer. Damit endete
die über 700-jährige Geschichte
der Dorfkirche. Diese sinnlose Tat
erschütterte die Gemeinde tief.
Im Jahr 2000 wurde der Kirchenneu-
bau an der Falkenberger Chaussee
geweiht. Die Falkenberger Kirchen-
fahne von 1795 und Sargtafeln der
Eltern der Gelehrtenbrüder Humboldt
sind dort bewahrt.
Kurz vor ihrem Tod beauftragte 1795
Majorin von Humboldt den Umbau der
Kirche durch den Berliner Architek-
ten Paul Ludwig Simon.
Die ursprünglich in der Kirche an-
gelegte Familiengruft wurde später
auf den Friedhof verlagert und ent-
ging so der Zerstörung. Marie Elisa-
beth von Humboldt und weitere Ange-
hörige sind hier bestattet.

Am 17.12.2008 wurden an den früheren Standorten der Dorfkirchen von Malchow und Falkenberg gleichartig gestaltete, in einem Edelstahlrahmen gefasste Gedenktafeln enthüllt.
Die Inschriften nehmen jeweils Bezug aufeinander und im oberen Teil ist jeweils ein Foto der betreffenden Kirche (Malchow 1895, Falkenberg 1928) eingefügt, dazu steht links neben der Inschrift von unten nach oben in größeren Buchstaben: Kirche Falkenberg - respektive der entsprechende Ortsname.
Auf allen Tafeln steht jeweils links in Schreibschrift:
»Herr, ich habe lieb 
die Stätte deines Hauses und den Ort, 
da seine Ehre wohnt.«
Psalm 26,8

Gestaltet wurden die Tafeln von Helga Lieser und finanziert aus dem Fonds Erinnerungskultur Berlin-Lichtenberg.
An der ersten Enthüllung nahmen Bezirksstadträtin Katrin Framke, der Vorsitzende des BVV-Kulturausschusses, Prof. Dr. Jürgen Hofmann, und der Pfarrer der in einer Gemeinde zusammengefassten drei Dörfer, Albrecht Hoffmann, teil.
Die Tafeln wurden zwischenzeitlich von Unbekannten so beschädigt, dass sie erneuert und in stabileren Befestigungen angebracht am 21.4.2015 eingeweiht wurden. Inhaltliche Veränderungen gab es keine. 
Die Inschrift der ersten beiden Tafeln lautete:
Am 21. April 1945, kurz bevor 
sowjetische Truppen den Ort 
erreichten, wurde die Kirche 
von Falkenberg durch deutsches 
Militär fast zeitgleich mit denen 
in Malchow und Wartenberg 
gesprengt. Sie fiel menschen-
verachtenden Durchhaltebefehlen 
zum Opfer. Damit endete die über 
700-jährige Geschichte der Dorf-
kirche. Diese sinnlose Tat 
erschütterte die Gemeinde tief. 
Im Jahr 2000 wurde der Kirchen-
neubau an der Falkenberger 
Chaussee geweiht. Die Falkenberger 
Kirchenfahne von 1795 und Sarg-
tafeln der Eltern der Gelehrten-
brüder Humboldt sind dort bewahrt.

Änderungen gab es bei der dritten Tafel für Falkenberg, die 2024 aufgestellt wurde. Sie hat eine um die beiden unteren  Absätze erweiterte Inschrift. Links von der Inschrift unter dem Bild der Kirche befindet sich nun ein Brustbild von Marie Elisabeth von Humboldt (1741-1796).

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