Dora Hitz
Map Lützowplatz 17
so ist es wirklich als Suchende.«
Am damaligen Lützowplatz 12 wohnte und arbeitete ab 1894
DORA HITZ
30.3.1853 - 20.11.1924
Die Mitbegründerin der Berliner Secession war Hofmalerin
am rumänischen Königshaus und Avantgardistin in Paris.
In Berlin unterhielt sie hier am Lützowplatz ihre Malschule,
arbeitete als freie Künstlerin und Porträtistin
und setzte sich für Frauenrechte ein.
Gefördert durch die GASAG AG
Zur Enthüllung der Berliner Gedenktafel am 25.3.2026 kamen vor gut 40 Teilnehmenden Grußworte von Oliver Friederici, Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt, und Georg Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der GASAG AG. Die Laudatio hielt die Kunsthistorikerin Dr. Rahel Schrohe, die über Dora Hitz promoviert hatte. Die Tafel ist in einem Edelstahlrahmen innen am äußersten Pfeiler der Kolonnade des Hotels Berlin an der Ecke Lützowplatz und Schillstraße befestigt.
Dora Hitz lebte nach längeren Aufenthalten in Rumänien und Frankreich ab 1892 in Berlin und prägte die Berliner Kunstszene der Jahrhundertwende entscheidend mit. Sie war als einzige Frau Mitglied in der avantgardistischen Künstler*innengruppe Vereinigung der XI und als eine von nur vier Frauen (unter 64 Männern) Gründungsmitglied der Berliner Secession. 1894 bezog sie eine Wohnung mit zwei Atelierräumen in der vierten Etage am Lützowplatz 12 (heutige Hausnummer 17), wo sie bis zu ihrem Tod lebte – viele Jahre davon gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin, der Künstlerin Maria von Brocken (1868–1947). Hier eröffnete Hitz eine eigene Malschule, in der sie angehende Malerinnen ausbildete. Das frühere Wohnhaus existiert heute nicht mehr.
Zu ihrem 100. Todestag am 20. November 2024 organisiert die Liebermann-Villa die erste Einzelausstellung zu Dora Hitz seit 1925, u.a. mit Leihgaben aus der Gemäldesammlung des Stadtmuseums Berlin.

