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Der Gendarmenmarkt in Berlin Mitte

Map Gendarmenmarkt

DER GENDARMENMARKT IN BERLIN-MITTE

Einleitung
Sie stehen am Gendarmenmarkt und damit an einem der reizvollsten
Plätze von Berlin. Eingerahmt vom Französischen Dom im Norden und
dem Deutschen Dom im Süden befindet sich in der Mitte der Anlage
das Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel. Die davor aufgestellte
Schillerstatue beherrscht eindrucksvoll den dazugehörigen Platz. Die
Namensgebung erinnert ansonsten daran, daß der Gendarmenmarkt
einstmals vor allem militärischen Zwecken diente. Aufschlußreich ist
aber auch, daß im Laufe der letzten drei Jahrhunderte der Name mehr-
fach gewechselt hat. Wie an vielen anderen Orten Berlins spiegelt
somit die Geschichte des Platzes zugleich diejenige der Stadt wider.

Geschichtlicher Rückblick
Die Geschichte des Areals beginnt im Jahre 1699 als in der damaligen
sog. Friedrichstadt hinzugewanderten französischen Hugenotten ein
Platz zur Errichtung einer Kirche von Kurfürst Friedrich III. zugeteilt
wurde. Vorgesehen hierfür war das nördliche Platzdrittel einer westlich
der Festungsanlagen gelegenen Fläche, welche sich über drei Baublöcke
erstreckte. Auch der deutschen Bevölkerung wurde auf Veranlassung
des Kurfürsten ein Kirchbauplatz im südlichen Teil des Quartiers zu-
gewiesen.
Mit dem Bau beider Kirchen wurde bereits im Jahre 1701 begonnen.
Während die der französische Gemeinde bereits vier Jahre später
eingeweiht werden konnte, hat sich die Fertigstellung der deutschen
Kirche bis zum Jahre 1708 hingezogen. Die in ihrem Erscheinungsbild
unterschiedlich gefaßten Gebäude wurden anfänglich noch von Kirch-
höfen umgeben.
Dem hugenottischen Kürassierregiment »Gens d'armes« wurde ab et-
wa 1710 auf dem Platz ein neues Quartier zugeteilt. Die zur Unter-
bringung der Pferde notwendigen Stallungen errichtete man zunächst
am östlichen Rand des Platzes. Die ständige Vergrößerung des Regi-
ments erforderte jedoch bald zusätzliche Stallanlagen, die bis 1733 in
einem fast geschlossenen Ring jeweils rund um beide Kirchen gebaut
wurden und damit im Laufe der Jahre zu erheblichen Beeinträchtigun-
gen des religiösen Lebens führten.
Seit 1729 fand auf der Fläche zwischen den beiden Kirchen ein regel-
mäßiger Markt statt. Zu diesem Zwecke wurden einige fest aufgemau-
erte Marktstände errichtet.
Als Bezeichnung des Platzes waren damals der »Neue Markt« bzw.
«Mittelmarkt« ebenso üblich wie »Friedrichstädtischer Lindenmarkt«.
Obwohl etwa zu dieser Zeit die Gens d'armes bereits ein neues Quar-
tier außerhalb der Stadt bezogen und damit die Stallungen wieder
abgerissen wurden, hat sich dennoch Ende der 1770iger Jahre der spä-
tere Name »Gendarmenmarkt« durchgesetzt.

Der Wegfall der militärischen Einrichtungen führte zu einer Aufwer-
tung des in nächster Nachbarschaft zum alten Berliner Stadtzentrum
gelegenen Gendarmenmarktes, der außerdem seit der Schleifung der
Festungsanlagen im Jahre 1735 mit der verlängerten Jägerstraße über
eine direkte Verbindung zum Stadtschloß verfügte.
Infolge dieser neuen städtebaulichen Situation wurde der Platz nun-
mehr als Ort für ein neues Schauspielhaus bestimmt. Der Bau des
ersten Hauses erfolgte bis 1774 auf dem Gelände zwischen den beiden
Kirchen. Dabei war die Eingangsseite mit ihrer spätbarocken Tempel-
fassade nach Westen hin orientiert.
Zu gleicher Zeit ließ Friedrich II. zwanzig Häuser der Randbebauung
umgestalten bzw. neu errichten, was einem fast vollständigen Neubau
der Platzfassung gleichkam. Angesichts der damit erreichten ausge-
wogenen und repräsentativen Platzgestaltung erfolgte außerdem in
diesen Jahren die Befestigung der den Platz umgebenden Straßen durch
Kopfsteinpflaster. Im Geviert der Charlottenstraße im Westen, der
Französischen Straße im Norden, der Markgrafenstraße im Osten
sowie der Mohrenstraße im Süden wurde durch die Jäger- und Tau-
benstraße der Platz in drei fast gleich große Quartiere unterteilt.
Eine weitere Aufwertung bedeutete die Erbauung der Kuppeltürme in
den Jahren zwischen 1780 und 1785 durch den Architekten Karl von
Gontard. Die kreuzförmigen Zentralbauten mit spätbarocker Fassaden-
gestaltung wurden beiden Kirchen jeweils östlich vorgelagert. Die
hohen Portiken, die den drei freien Seiten der Kirchen angegliedert
wurden, bildeten mit ihren von je sechs korinthischen Säulen
getragenen Dreiecksgiebeln das den Platz prägende Architekturmotiv.
Insgesamt verfolgte Friedrich II. mit seinen Baumaßnahmen am Gen-
darmenmarkt ein städtebauliches Projekt, das seine Vorbilder und
Ziele im französischen Absolutismus und dessen Repräsentations-
anspruch suchte.
Hinsichtlich der architektonischen Gestaltung des Gendarmenmark-
tes verdient das Schicksal des Schauspielhauses eine besondere
Erwähnung, Der erste Bau erwies sich schon nach kurzer Zeit als zu
klein bemessen, so daß man die Errichtung eines neuen Hauses be-
schloß. Nach einem von Karl G. Langhans im Jahre 1798 vorgelegten
Entwurf wurde am westlichen Platzrand ein schlichtes, langgestrecktes
Gebäude auf rechteckigem Grundriß errichtet, in dem am Neujahrs-
tage 1802 die erste Aufführung stattfinden konnte.
Doch schon 1817 zerstörte ein Großbrand den Langhansschen Bau.
Daraufhin erhielt Karl Friedrich Schinkel als Mitarbeiter der königli-
chen Baudeputation den Auftrag zum Neubau eines Nationaltheaters,
der bis 1821 verwirklicht werden konnte. Das in klaren klassizistischen
Formen durchgebildete Gebäude entstand auf den Fundamenten des
Vorgängerbaus. Schinkel übernahm das von sechs Säulen gestützte
Portikusmotiv, entwickelte durch Höhenstaffelung und kulissenartiges
Hervortreten der Baukörper den Haupteingang des Schauspielhauses
zum beherrschenden Zentrum des Platzes. Das nunmehr vollendete
Ensemble der drei repräsentativen Gebäude prägt bis zum heutigen
Tage dessen Erscheinungsbild.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog sich im Rahmen des
gründerzeitlichen Aufbruches eine starke Veränderung der Platzrand-
bebauung, Dabei entstanden vornehmlich Geschäftshäuser, Banken
und Bürogebäude, was zur Veränderung der Stadtgestalt sowie zu
starker Veränderung der Proportionen - die monolithische Wirkung
des Ensembles Kirchen und Schauspielhaus gegenüber der Randbe-
bauung ging damit verloren - führte. Darüber hinaus wurden in dieser
Zeit die reparaturbedürftigen Kirchenbauten instandgesetzt bzw. er-
neuert. 1881 wurde zunächst der Deutsche Dom auf altem Grundriß
neu errichtet. Während die Außenfassaden unverändert hochgezogen
wurden, stattete man den Innenraum in neobarocker Formensprache
aus und überwölbte das Gotteshaus mit einem Kuppeldach.
1904 erfolgte der Umbau der Französischen Kirche, die dabei in ihrem
äußeren Erscheinungsbild mit Ausnahme des Dreiecksgiebels an der
Westfront ebenfalls nur wenig verändert wurde.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden das Schauspielhaus und die
beiden Kirchen stark beschädigt. Anläßlich der 250-Jahrfeier der Aka
demie der Wissenschaften, die ein wiederhergestelltes Gebäude an der
Ecke Jäger-/Ecke Markgrafenstraße bezog, erfolgte 1950 die vorüber-
gehende Umbenennung des Gendarmenmarktes in Platz der Akade-
mie. Ab 1967 wurde mit dem Wiederaufbau des Schauspielhauses
begonnen. Bis zum Jahre 1983 folgte die Wiederherstellung der fran-
zösischen Kirche. In den 90iger Jahren wurde der Deutsche Dom als
letztes der drei repräsentativen Bauwerke restauriert. Hinzu kam seit
1970 die Wiederherstellung der Platzumbauung, die sich im grundsätz-
lichen an derjenigen der Jahrhundertwende orientierte. Starke Verän-
derungen gab es hingegen im Bereich der Freiflächen. Allerdings konn-
te im Bereich des deutschen Doms teilweise auf Elemente der ur-
sprünglichen Gestaltung zurückgegriffen werden.

Die gärtnerische Ausgestaltung des Gendarmenmarktes
Erste Überlegungen hierzu existierten bereits im 18. Jahrhundert.
spätestens in der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es dann zunehmend
Kritik am »toten« Architekturplatz im ohnehin steinernen Berlin.
Orientierungspunkt waren dabei die gesamten unter der Leitung des
Königlichen Gartendirektors Peter Joseph Lenné begrünten Stadtplät-
ze wie Wilhelmplatz, Hausvogteiplatz, Belle-Alliance-Platz, Leipziger
Platz oder Opernplatz. Aber erst nach der 1871 erfolgten Aufstellung
des Schillerdenkmals von Reinhold Begas kam es mit Ausnahme der
noch für Marktzwecke benötigten Freiflächen um die beiden Dome
zeitgleich zu einer ersten Begrünung des Gendarmenmarktes. Nach-
dem dann 1886 das Marktgeschehen in die neu errichteten Zentral-
markthallen verlegt wurde, kam es schließlich 1893/94 unter Hermann
Mächtig, als dem 2. Stadtgartendirektor von Berlin, zu einer gartenar-
chitektonischen Gesamtlösung für den Gendarmenmarkt.
Im Rahmen dieser Umgestaltung wurde das zwischenzeitlich vor dem
Schauspielhaus errichtete diagonale Wegekreuz aufgehoben und statt
dessen ein großzügiger, auf die breite Freitreppe ausgerichteter Zugangs-
bereich angelegt, dessen Zentrum nach wie das Schillerdenkmal
bildete. Diese von einem ornamentierten Pflasterband gerahmte Platz-
fläche wurde von zwei langgestreckten Rasenparterres gefaßt, auf wel-
chen sich je ein rundes Springbrunnenbecken sowie üppig bepflanzte
Blumenbeete befanden. Auf diese Weise entstand ein repräsentativer
Vorplatz, hinter dem die Eingangsfassade des Schauspielhauses voll zur
Wirkung kam. Die Gliederung der Gartenanlagen bei den Kirchen
berücksichtigte eine allseits mögliche und zügige Durchwegung, wobei
eine Umfahrung jeweils zur Versorgung diente.
Vor den Kirchen wurden trapezförmige, symmetrisch mit runden
Blumenbeeten und seitlichen Gebüschgruppen bestandene Rasentep-
piche angelegt, die von niedrigen Eisenbarrieren gefaßt wurden. Der
Gendarmenmarkt zeigte sich nunmehr als ein typischer mit reichen
Blumenpflanzungen ausgestatteter Schmuckplatz des ausgehenden 19.
Jahrhunderts. Das Schillerdenkmal und die hohen Springstrahlen der
Brunnenbecken bildeten die Fixpunkte der Gartenanlage.
In den folgenden Jahrzehnten kam es zu Vereinfachungen, die sich
zunächst nur auf die Blumenausstattung bezog. Später wurden einzelne
Strauchgruppen entfernt, so daß seit etwa 1920 schlichte Rasenflächen
das Erscheinungsbild prägten. Diverse Ruhebänke dienten Passanten
als Sitzmöglichkeiten. Anläßlich der Olympiade 1936 kam es zu einer
weitgehenden Umgestaltung Im Mittelteil vor dem Schauspielhaus
wurden sämtlich Vegetationsflächen beseitigt. Auch wurden die Brun-
nen und das hochwertige Pflasterornament entfernt; das Schillerdenk-
mal räumte man unter dem Vorwand mangelnder Standsicherheit
ebenfalls ab. Auf dem gesamten Bereich vor dem Schauspielhaus wur-
de eine Platten- und Pflasterfläche mit farblich abgesetztem Quadrat-
pflaster gestaltet, der fortan als Aufmarsch- und Autoparkplatz diente.
Die Grünanlagen wurden noch in den Kriegsjahren zum Kartoffel-
und Mohnanbau genutzt und waren nach dem Kriegsende mit Trümmer-
schutt übersät. Dennoch blieben Platzgliederung mitsamt den Pflaster-
flächen und einigen alten Bäumen erhalten. Zur Wiedereröffnung des
Schauspielhauses 1984 wurde das Schillerdenkmal wieder aufgestellt
und der mittlere Platz erhielt eine neue Befestigung, Dabel griff man
auf den bis dahin erhaltenen Zustand aus den 30iger Jahren zurück und
verlegte Betonplatten mit Natursteinriemchen in ein von Granitplat-
ten vorgezeichnetes Quadratpflaster. Die frühere Dreiteilung des Gen-
darmenmarktes wurde durch die Sperrung der Jäger- und der Tauben-
straße aufgehoben bzw. es wurden auch die Bereiche um die beiden
Kirchen mit dem neuen Pflaster versehen. Die nördlichen und südlichen
Platzbereiche um die Kirchen wurden darüber hinaus mit kleinwüch-
sigem Kugelahorn im Raster bepflanzt und diese mit gußeisernen
Baumschutzgittern- und rosten eingefaßt. Weitere Ausstattungselemen-
te sind massive Bänke und Poller aus Kunststein und Leuchten mit
Kunststeinsockeln aus dem gleichen Material.
Nach der Wende 1990 wurde in Zusammenarbeit mit der Planung im
Bereich der Randbebauung auch über eine gartendenkmalpflegerische
Wiederherstellung von Teilflächen des Platzes nachgedacht

Aktivitäten des Denkmalpflege Landesdenkmalamtes
Die Berliner Gartendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes hat vor
diesem Hintergrund die Chance genutzt, im Bereich des deutschen
Doms teilweise auf die Mächtig'sche Platzanlage zurückgreifen zu kön-
nen. Hinter dem Deutschen Dom hatten sich Infolge jahrzehntelanger
Instandsetzungsarbeiten unter dem Bauschutt Strukturen historischer
Platzflächen erhalten. Nach vorsichtigen Grabungen im Bereich der
Baustelleneinrichtung konnten Reste des Mächtig'schen Platzes frei-
gelegt werden, indem dort Mosaiksteinpflaster, Wegeeinfassung und
Straßenborde sowie gußeiserne Laternensockel zu Tage traten. Histo-
rische Fotografien und detailliertes Kartenmaterial unterstützten die
Grabungen. Mit diesen gesicherten Befunden veranlaßte das Landes-
denkmalamt 1994-1996 im Bereich des Deutschen Doms eine In-
standsetzung der ursprünglichen Gestaltung von 1890 und trat so ei-
ner weiteren Versiegelung des Platzes entgegen. In dieser erfolgreichen
Bewahrung eines authentischen Stücks Berliner Garten- und Stadt-
platzarchitektur mußte allerdings aus Kostengründen auf die für die
Jahrhundertwende typische, üppige Bepflanzung verzichtet werden.

The Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte

Introduction
You are at the Gendarmenmarkt, one of the most attractive squares
In Berlin. Framed by the French cathedral to the north and the
German cathedral to the south, the theatre by Karl Friedrich Schinkel
is situated in the middle of the complex. The Schiller statue erected in
front of it impressively dominates the corresponding square, whose
name was changed several times through the course of Berlins varied
history.

Historic retrospective
The history of the area starts in the year 1699 when, in what was then
called Friedrichstadt, elector Friedrich III gave the immigrated French
Huguenots a site for the erection of a church. Also at the instigation
of the Elector, a building site for a church in the southern part of the
quarter was allocated to the German population. The building of both
churches started already in 1701. The buildings with differently designed
appearances were originally surrounded by church yards.

From 1710 onwards, a new quarter on the place was apportioned to

[3] Blick auf den Gendarmenmarkt, Fotografie 1937.

the Huguenot regiment of cuirassiers »Gens d'armes«. Thus, at the
end of 1770, the name »Gendarmenmarkt« got to be generally
accepted.
Towards the end of the 18th century, the discontinuation of the
military installation led to a new situation in urban development, and
therefore to an increase in the value of the Gendarmenmarkt. At this
point, the square was designated as the site for a new theatre. The
building of the first theatre on the area between the two churches
went on until 1774. At the same time, Friedrich II. had redesigned
twenty houses of the surrounding buildings.
In those years, due to the achievement of a balanced and
representative square design, the streets that surrounded the square
were cobbled. The erections of the domed towers between 1780 and
1785 by the architect Karl von Gontard meant another increase in value.
On the whole Friedrich II, with his building at the Gendarmenmarkt,
pursued an urban development programme that sought its examples
and aims in French Absolutism and its demands for representation.
With regard to the architectural design of the Gendarmenmarkt the
fate of the theatre especially deserves to be mentioned. After a short
time, the first construction turned out to be too small, so that the
erection of a new building was decided upon. But the building erected
according to plans by Karl G. Langhans in 1801 already burnt down in
1817. The famous master builder Karl Friedrich Schinkel was
commissioned with the re-erection of the henceforth National
Theatre. Schinkel retained the »Portikus« motive for the classicist
building finished in 1821, and turned the main entrance of the theatre
into the dominating centre of the square. The then completed
ensemble of the three representative buildings still characterize the
square's appearance up to this day.
In the second half of the 19th century, the bordering buildings under-
went a poignant transformation within the context of the industrial
revolution in Germany beginning in 1871 (the so called Gründerzeit).
Furthermore, in those days, the church buildings that required repair
were renovated. Except for the new domed roof of the German
cathedral, the external appearance of both churches remained
unaltered.
During World War II, the theatre and the two churches were heavily
damaged. On the occasion of the 250th anniversary of the Academy
of the Sciences in 1950, the Gendarmenmarkt was called »Place of the
Academy« for a short time. The re-erection of the theatre was started
in 1967. The restoration of the French church followed up to the year
1983. As the last of the three representative buildings the German
cathedral was restored in the 90s.
Additionally the restoration of the surrounding buildings has taken
place since 1970, and was mainly according to the style of the turn of
the century. Nevertheless, strong modifications could be observed
in the area of the open spaces.

The garden design of the Gendarmenmarkt
Only after the erection of the Schiller memorial by Reinhold Begas in
1871, the Gendarmenmarkt received its first greenery except for the
space directly surrounding the two cathedrals which was needed for
market purposes. Hermann Mächtig came to a garden architectural
solution for the entire Gendarmenmarkt in the years 1893/94.
In the context of this transformation, a generous entrance was
designed that led up to the spacious flight of stairs with the Schiller
memorial in its centre. This area was framed by an ornately cobbled
mosaic, and bordered by lawn parterres, on each of which was placed
a round fountain as well as abundantly planted flowerbeds. This way, a
representative forecourt was created, the entrance facade of the
theatre in the background could come to its full effect. At this point,
the Gendarmenmarkt showed itself as a typical adorned square with
rich flower plantings in the style of the late 19th century.
In the following decades, it became simplified as could first only be
observed in the floral decoration. Later, single shrub groups were
removed, so that, in 1920 simple lawns dominated the appearance. On
the occasion of the Olympic Games in 1936 the square underwent far
reaching transformation. In the middle part, in front of the theatre, all
vegetation areas were eliminated, and after the discontinuation of the
fountains and the Schiller memorial, the place was cobbled and used
as a marching and parking area. Only in 1984 after the re-erection of
the Schiller memorial and the re-opening of the theatre the middle of
the square obtained new paving. In the area of the churches, small-
growing, ball-shaped maples were planted.

Activities of the department for the preservation of
historic gardens & monuments
The Berlin office for garden monuments has partially restored the
square after the German reunification in 1990. The design of the area
directly surrounding the German cathedral goes back to the plans of
Mächtig, Behind the German cathedral, due to lengthy restoration
work historic structures had been preserved under the rubble.
Therefore it was possible to recollect the design principles of 1890,
and to save an authentic piece of Berlin's garden and city square
architecture.

Place du Gendarmenmarkt à Berlin-Mitte
Entrée en matière
Vous vous trouvez au Gendarmenmarkt, l'une des plus belles places de
Berlin. En son centre se dresse le théâtre du Schauspielhaus édifié par
Karl Friedrich Schinkel et encadré par la cathédrale française
(Französischer Dom) au Nord et la cathédrale allemande (Deutscher
Dom) au Sud. Faisant face au bâtiment, l'imposante statue du poète
Schiller domine de toute sa hauteur la place, par ailleurs rebaptisée
plusieurs fois au cours de l'histoire mouvementée de Berlin.

Un peu d'histoire
La création de ce quadrilatère de terrain remonte à 1699, date à
laquelle le prince Electeur Frédéric III fit don aux huguenots français,
réfugiés dans ce quartier alors appelé Friedrichstadt, d'une parcelle
destinée à la construction d'un lieu de culte.
Pour faire bonne mesure, la population allemande dans la partie Sud
du quartier se vit également allouer par le prince Electeur un terrain
pour y ériger une église. Les travaux de construction de ces deux
églises démarrèrent dès 1701. D'inspiration architecturale distincte, les
édifices comportaient chacun à leur inauguration des cimetières
attenants. A partir de 1710 environ, le régiment de cuirassiers huguenots
«gegens d'Armes» prit ses nouveaux quartiers dans un bâtiment de la
place.
A la fin des années 1770, le nom «Gendarmenmarkt» (Place des gens
d'armes) était définitivement passé dans les mœurs. La disparition des
quartiers militaires vers la fin du XVIIIème siècle bouleversa les plans
d'urbanisme, libérant du même coup des terrains à valoriser. Sur cet
emplacement libre, il fut décidé de construire un nouveau théâtre, le
«Schauspielhaus». L'édifice dont la construction s'étendit jusqu'à 1774
vint combler l'espace resté vide entre les deux églises. A la même
époque, Frédéric II fit remanier vingt maisons à la périphérie de la
place. Dans le prolongement de ces efforts princiers vint s'inscrire la
consolidation des rues avoisinantes dont le pavement donna au
quartier un cachet harmonieux et représentatif.
Ces embellissements se poursuivirent entre 1780 et 1785 dans le cadre
de travaux menés par l'architecte Karl von Gontard dans le but de
coiffer les deux cathédrales de coupoles.
Le concept architectural développé sur cette place par Frédéric le
Grand s'inspirait largement de l'absolutisme français et de son goût
affiché pour la représentation.

Lorsqu'on évoque les bâtiments qui ornent le Gendarmenmarkt, il
convient de s'arrêter sur le destin particulier du Schauspielhaus. Peu
après son ouverture, le premier théâtre s'avéra trop petit si bien qu'il
fut décidé de le remplacer par un nouvel édifice. Erigé en 1801 sur les
plans de Karl G. Langhans, il fut malheureusement détruit par les
flammes dès 1817.
La reconstruction du théâtre, alors élevé au rang de théâtre national,
fut confiée au célèbre architecte Karl Friedrich Schinkel. Dans sa
création néo-classique achevée en 1821, Schinkel s'inspira du motif
du portique, faisant de l'entrée principale du Schauspielhaus le centre
dominant de la place. L'harmonie de l'ensemble, parachevé par ce
troisième bâtiment, confère encore aujourd'hui au Gendarmenmarkt
son attrait particulier.
Dans la seconde moitié du XIXème siècle, l'avènement du style dit de
l'époque des fondateurs amena des remaniements profonds des
constructions à la périphérie de la place. Les églises menacées de
délabrement furent elles aussi réhabilitées durant ces années. A
l'exception de la nouvelle coupole de la cathédrale allemande,
l'extérieur des deux édifices religieux ne subit pratiquement aucune
altération.
Pendant la Seconde Guerre mondiale, le Schauspielhaus et les deux
églises furent fortement endommagés. A l'occasion du 250ème
anniversaire de la fondation de l'Académie des sciences en 1950, le
Gendarmenmarkt fut provisoirement rebaptisé Place de l'académie.
La reconstruction du Schauspielhaus fut entamée en 1967. Les travaux
de restauration de la cathédrale française se poursuivirent jusque
1983. Dans les années 90, la cathédrale allemande fut à son tour remise
en état et prit à nouveau la place qui lui revenait au sein des trois
bâtiments représentatifs de la place. Depuis 1970 également, les
structures périphériques ont été réhabilitées, en s'inspirant dans une
large mesure du cadre du début du siècle. De profonds remaniements
ont en revanche touché les espaces libres.

L'aménagement paysager du Gendarmenmarkt
Ce n'est qu'après l'installation de la statue de Schiller, sculptée par
Reinhold Begas en 1871, que des espaces verts furent aménagés pour
la première fois sur la place, en épargnant les surfaces réservées aux
marchés publics de part et d'autre des deux cathédrales. En 1893/94,
un concept global d'architecture paysagère fut mis en place sur le
Gendarmenmarkt sous la direction de Hermann Mächtig. Dans le
cadre de cet ordonnancement fut aménagée une vaste zone d'accès,
orientée vers le large perron et gravitant autour de la statue de
Schiller. Cette place bordée d'un entourage de pavés ornementés était
encadrée par deux parterres de gazon oblongs, ornés chacun d'un
bassin circulaire à jeu d'eau et d'opulents parterres de fleurs.
Cette réalisation donnait naissance à une esplanade au caractère
représentatif, derrière laquelle la façade du Schauspielhaus était
pleinement mise en valeur. Le Gendarmenmarkt apparaissait à
l'époque comme une place d'apparat richement fleurie, typique de la
fin du XIXème siècle.
Les décennies suivantes virent se succéder plusieurs simplifications,
limitées aux ornements de fleurs dans un premier temps, puis
touchant ultérieurement plusieurs buissons, si bien qu'à partir de 1920
environ ne subsistèrent plus que de simples surfaces de gazon.
A l'occasion des Jeux olympiques de 1936, le parc fit l'objet d'un vaste
réaménagement. Toute la végétation qui recouvrait la partie médiane
devant le Schauspielhaus fut éliminée, la statue de Schiller et les bassins
démontés, pour laisser la place à une surface pavée servant de lieu de
rassemblement et de parking automobile.
Ce n'est qu'en 1984, après la réinstallation de la statue de Schiller et
la réouverture du Schauspielhaus, que la place centrale fut réhabilitée.
De petits érables ornementaux ont été plantés à proximité des églises.

Activités de l'Office de conservation des
monuments historiques du Land
Après la chute du mur en 1990, l'entretien des jardins historiques de
Berlin assuré par l'Office de conservation des monuments historiques
du Land a redonné à la place une partie de son aspect d'antan.
Pour ce faire, les paysagistes se sont inspirés de la Mächtig'sche
Platzanlage, non loin de la cathédrale allemande. En effet, suite à
plusieurs décennies de travaux de restauration derrière l'église, des
structures historiques avaient été préservées sous les gravats. Ces
traces des principes d'aménagement de 1890 ont permis de se replacer
dans la perspective authentique de l'architecture paysagère et de
l'ordonnancement des places de la ville de Berlin.

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte. 

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Der Gendarmenmarkt. v. Ln. r: Deutscher Dom, Schauspielhaus, Französicher Dom.
Zeichnung von Hennig, in Stahl gestochen von Hausheer, um 1840.
[2] Das Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt, Fotografie um 1920
[3] Luftaufnahme vom Gendarmenmarkt um 1930.
[4] Links der Deutsche Dom, rechts der Französiche Dom. Fotografie um 1900.
[5] Der Deutsche Dom von der Charlottenstraße aus gesehen. Fotografie 1999.
[6] Plan der Gartenanlagen des Gendarmenmarktes vor dem Deutschen Dom, 1996

Literaturhinweise:
Klaus v. Krosigk Der Gendarmenmarkt, Berlin 1999, Reinald Eckert Kon-
zeption zur denkmalpflegerischen Instandsetzung des Gendarmenmark- 
tes Berlin-Mitte, Berlin 1996, Volker Schirner: Gendarmenmarkt in Berlin-
Teilrestaurierung eines Schmuckplatzes, in Garten+Landschaft 10/96

 

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