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Columbia-Haus

Columbiadamm

=ERINNERN=
=GEDENKEN=
=MAHNEN=
DAS COLUMBIA-HAUS WAR
AB 1933 GEFÄNGNIS UND
VOM 8. 1. 1935 BIS 5. 11. 1936
EIN KONZENTRATIONSLAGER DER
NATIONALSOZIALISTISCHEN MACHTHABER
HIER WURDEN MENSCHEN
GEFANGENGEHALTEN
ENTWÜRDIGT
GEFOLTERT
GEMORDET

Die Gedenkanlage aus Edelroststahl in Form eines Hauses (Bildhauer Georg Seibert) befindet sich an der Nordostseite der Straßeneinmündung der Golßener Straße in den Columbiadamm (bis 1950 Columbiastraße). Die östliche Seitenwand steht etwas separiert und trägt an der Innenseite die Inschrift. Die Südseite zur Fahrbahn hin ist geschlossen, die Nordseite durch Trennwände gegliedert, die an Zellen erinnern.

Das Columbia-Haus war Teil der heute zur Polizeidirektion 5 gehörenden Kasernenanlage. Es diente ursprünglich als Militär-Arrestanstalt. Bald nach der Machtübernahme der Nazis wurde es Gestapo-Gefängnis mit SS-Bewachung und ab 1934 einziges KZ der SS auf Berliner Stadtgebiet, eine berüchtigte Stätte des Folterns und Mordens. Bei der Errichtung der späteren Flughafenanlage wurde das Gebäude abgerissen. Der eigentliche Standort befand sich südwestlich vom heutigen Mahnmal auf dem Flughafengelände, etwa gegenüber dem zweiten Haus der Polizeidirektion 5 (von der Golßener Straße aus).

Zeitungsberichten zufolge scheiterte eine Aufstellung der Gedenkanlage am eigentlichen Standort zunächst an der ablehnenden Haltung der US-Amerikaner, später der Flughafengesellschaft. Eine Verlegung käme nach der Stillegung des Flughafens in Frage. Inzwischen gibt es dort Stelen des „Informationspfads zur Geschichte des Tempelhofer Feldes”. Die Einweihung erfolgte durch Volksbildungsstadtrat Klaus Wowereit und Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger am 3.12.1994.

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