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Ansicht Gedenktafel Berliner Zeitungsviertel - Das Verlagshaus Rudolf Mosse
Ansicht Gedenktafel Berliner Zeitungsviertel - Das Verlagshaus Rudolf Mosse - Bild 1

Berliner Zeitungsviertel - Das Verlagshaus Rudolf Mosse

Map Schützenstraße 49

DAS VERLAGSHAUS
RUDOLF MOSSE
An der Ecke Jerusalemer Straße und Schützenstraße steht das
um 1900 errichtete Druck- und Verlagshaus Mosse: früher
das Kennzeichen des alten Berliner Zeitungsviertels, heute
ein Gewerbegebäude.
Der linksliberale Unternehmer Rudolf Mosse (1843-1920)
war Berlins erster„Zeitungskönig". Legendär wurde das seit
Dezember 1871 erscheinende Berliner Tageblatt mit bis zu
sieben wöchentlichen, meist illustrierten Beilagen, von
1906 bis 1933 geleitet von Theodor Wolff (1868-1943).
Im Januar des Revolutionswinters 1 918/1919 besetzten An-
hänger der radikalen Linken das Verlagshaus. Das Berliner
Tageblatt konnte bis zur Einnahme des Hauses durch die
Regierungstruppen nicht erscheinen. Die während der
Kämpfe beschädigte Fassade wurde nach dem Entwurf des
Architekten Erich Mendel-
sohn (1887-1953) zu Beginn
der 1920er Jahre moderni-
siert.
Gegen Ende der Weimarer
Republik geriet das Zei-
tungsimperium in finan-
zielle Schwierigkeiten. Im
April 1933 wurden die jüdi-
schen Eigentümer von den
Nationalsozialisten um den
größten Teil ihres Besitzes
gebracht und der Konzern
zerschlagen. Heute befindet
sich im ehemaligen Verlags-
gebäude das 1995 einge-
weihte Mosse-Zentrum. Das
restaurierte Gebäude steht
unter Denkmalschutz.

THE RUDOLF MOSSE
PUBLISHING HOUSE
The Mosse building stands at the corner of Jerusalemer
Strasse and Schützenstrasse. Built around 1900, it was once
the landmark of Berlin's newspaper district. Today it houses
numerous businesses. Rudolf Mosse (1843-1920), a social
liberal businessman, was Berlin's first "newspaper czar". The
Berliner Tageblatt, launched in December 1871 , became an
iconic paper. lt had up to seven inserts a week, usually illu-
strated. Theodor Wolff (1868-1943) was its editor-in-chief
from 1906 to 1933.
During the revolution of 1918/19, radical leftist activists oc-
cupied the publishing house in January 1919. The Berliner
Tageblatt could not be printed until the building was retaken
by government troops. The facade was damaged during the
fighting. lt was modernised
in the early 1920s With a de-
sign by the architect Erich
Mendelsohn (1887-1953).
Towards the end of the Wei-
mar Republic, the Mosse
newspaper empire ran into
financial difficulties. In April
1933 the Nazis robbed its
Jewish owners of most of
their property and split up
the newspaper group. In
1995 the Mosse-Zentrum
opened in the former publi-
shing house. Now restored
tored [sic!], the building is a pro-
tected heritage Site.

Die Gedenktafel ist beidseitig bedruckt, in den Sprachen Deutsch und Englisch. Die

Vertikal steht jeweils links und rechts auf der Tafel 'Berliner Zeitungsviertel' und 'Zeitungsviertel Berlin' geschrieben.

Links des deutschen Textes ist eine Abbildung des Verlagshause, die Bildunterschrift lautet:
Werbung zur Annoncen-Annahme des Verlags Rudolf Mosse
Advertising for the classified ads service of the Rudolf Mosse Publishing House

Rechts des englischen Textes ist eine Fotografie des Hauses abgebildet, die Bildunterschrift lautet:
Schäden am Verlagshaus Mosse nach den Januarkämpfen 1919
Damage to the Mosse Publishing House sustained during the January Uprising
in 1919

Ferner ist auf beiden Seiten unterhalb des Textes eine Karte des Berliner Zeitungsviertel abgebildet.

Das Impressum der Tafel ist wie folgt angegeben:

Initiative Berliner Zeitungsviertel e.V.
Berlin 2020
Quelle: GWZ Galerie, DBM Holding GmbH
gefördert als zeitgeschichtliches und erinnerungs-
kulturelles Projekt des Landes Berlin

Auf der Seite des Berliner Zeitungsviertel e. V. können historische Medienstandorte in Berlin anhand einer interaktiven Karte entdeckt werden. Die Karte entstand auf Initiative des Berliner Zeitungsviertel e. V. in Kooperation mit dem Kulturwerk der Staatsbibliothek zu Berlin anlässlich der Ausstellung »Im Rhythmus der Großstadt – 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin«.
 

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