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Benno und Irmgard Heller

Sonnenallee 13

Hier befand sich die Wohnung
und die Praxis des Frauenarztes
Dr. Benno Heller
(29.9.1894 - Anfang 1945)
und seiner Frau und Mitarbeiterin
Irmgard Heller geborene
Strecker (30.1.1895 - 15.9.1943).
Dieses Ehepaar leistete Widerstand
gegen das nationalsozialistische
Regime. Ihre politische Gesinnung
und Menschlichkeit erlaubten
ihnen nicht, der Vertreibung und
Vernichtung zuzusehen.
Sie versuchten alles, das Leben
jüdischer Menschen zu bewahren.
Sich selbst konnten sie nicht retten.

Die Tafel wurde Anfang Juli 1999 von Unbekannten entwendet.

Die Metalltafel aus dem Neuköllner Gedenktafelprogramm befand sich in einem Stahlrohrrahmen neben einer Linde vor dem Haus. Rechts neben der weißen Inschrift ist in Ätztechnik ein Foto des Ehepaares wiedergegeben. Die Tafel wurde am 27. September 1996 durch Bildungs- und Kulturstadtrat Michael Wendt enthüllt.

Nachdem die eigentlich geplante Anbringung zum 100. Geburtstag Hellers 1994 keine Zustimmung des Hausbesitzers fand, installierte der Verein Aktives Museum am 29. September 1994, ohne Erlaubnis ein vorübergehendes Provisorium. Hellers halfen von der Deportation bedrohten Berliner Juden, indem sie ihnen Unterschlupf verschafften. Benno Heller wurde kurz nach der sogenannten Fabrikaktion vom 27.2.1943 nach Auschwitz deportiert, kam im Sommer 1944 nach Sachsenhausen und starb auf einem Transport ins Konzentrationslager Schwarzheide im Februar 1945. Seine "arische" Frau starb in Leipzig, wohin sie nach der Verschleppung ihres Mannes zog.

 

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