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Fakultät der Architektur

Simmern 30.3.1903 - Hamburg17.4.1995 / Bremen 20.9.1893 - Berlin 25.11.1972

Straße des 17. Juni 152

Architekturgebäude (Flachbau)
Fakultät der Architektur
1966 - 68 von Bernhard Hermkes und
Hans Scharoun

Das Institut für Architektur gehört zur Technischen Universität Berlin.

Bernhard Hermkes (1903-1995) war ein deutscher Architekt und Stadtplaner, der hauptsächlich in Hamburg tätig war. Ab 1935 arbeitete er für den Architekten Herbert Rimpl, einem der wichtigsten Industriearchitekten in der Zeit des Nationalsozialismus. Unter seiner Führung war er an der Planung der Heinkel-Werke in Oranienburg beteiligt, einem Rüstungsbetrieb, in dem ab 1942 auch Häftlinge des nahegelegenen KZ Sachsenhausen arbeiten mussten. Auch Tausende Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurden hier eingesetzt. Ab 1943 befand sich auf dem Firmengelände ein KZ-Außenlager. Nach dem Krieg war Hermkes weiter als Architekt tätig,  1955 wurde er zum Professor für Baukonstruktion und Industriebau an der Technischen Universtät Berlin ernannt.

Hans Scharoun (1893-1972) war ebenfalls Architekt. 1919 schloss er sich der expressionistischen Künstergemeinschaft "Gläserne Kette" an. In Berlin war er u.a. für den Bebauungsplan der Großsiedlung Siemenstadt verantwortlich. Nach dem Krieg wurde er zum Stadtbaurat und Leiter der Abteilung Bau- und Wohnungswesen ernannt und war wesentlich für den Wiederaufbau des zerbombten Berlins verantwortlich. 2019 erhielt der Platz vor dem neueröffneten Kulturforum in Berlin den Namen "Scharounplatz".

 

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