Archäologisches Fenster zur Himmelfahrtkirche am Humboldthain
Map Brunnenstraße
Im Frühjahr 2015 wurde auf Initiative des -Berliner Unter-
welten e.V.- hier - am Standort der 1893 eingeweihten Him-
melfahrtkirche - ein »Archäologisches Fenster« aufgebaut,
das einen Blick auf die alten Kirchenfundamente ermöglicht.
Geophysikalische Untersuchungen im Vorfeld der archäolo-
gischen Ausgrabung zeigten, dass sich im Boden zwischen
dem Rosengarten und dem Gehweg der Brunnenstraße
Mauerstrukturen befanden, die der gesprengten Himmel-
fahrtkirche zuzuordnen sind. Die nachfolgende Ausgrabung
ergab Aufschluss über den Erhaltungszustand des Mauer-
werks. Diese Untersuchung wurde in zwei Etappen ausge-
führt, im Dezember 2014 und im März 2015. Unter einer bis
zu einem Meter dicken Schicht aus Erde und Schutt kamen
so die Fundamente der beseitigten Kirche wieder zum Vor-
schein. Freigelegt wurde ein Teil des nordwestlichen Turm-
treppenhauses. Im März und April 2015 wurde das »Archão-
logische Fenster« geschaffen und am 2. Mai 2015, anlässlich
des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor sieb-
zig Jahren in Berlin, der Öffentlichkeit übergeben.
Die Himmelfahrtkirche war ein neoromanisches Bauwerk
mit einem 72 Meter hohen Tun der über die Baumwipfel
und Häuserdächer der Umgebung hinausragte. Frühe Foto-
grafien und Postkarten belegen das Aussehen der Kirche. Sie
ist von 1890 bis 1893 unter der Leitung des Architekten
August Friedrich Wilhelm Orth (1828-1901) erbaut wor-
den. Prominenteste Gäste bei der feierlichen Einweihung der
Kirche am 4. Juni 1893 waren das preußische Kaiserpaar
Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) und Auguste Viktoria von
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921).
Die freigelegten Fundamente zeigen nur einen kleinen Aus-
schnitt der ursprünglichen Ausdehnung der Kirche. Diese
bestand aus einem rechteckigen, zur Brunnenstraße hin aus-
gerichteten Torhaus, welches auch das Eingangsportal und
die Vorhalle aufnahm. Dahinter schloss sich der Kirchen-
raum an, der aus dem Langhaus und dem Querschiff be-
stand. Die Schnittstelle zwischen Langhaus und Querschiff
war ungewöhnlich breit, so dass sich im Innern ein großer
zentraler Raum ausbildete.
Die Himmelfahrtkirche war 55 Meter lang. Die lichte Breite
des Langhauses betrug 11 Meter, die des Querschiffes 31,88
Meter. Bis zum Dach maßen die Außenmauern des Kirchen-
raumes 17.40 Meter. Der Turm war eigentlich nur 67,10 Me-
ter hoch, aber durch den Unterschied im Gelände ragte die
Kirchturmspitze insgesamt 72 Meter über das Gehwegniveau
der Brunnenstraße hinaus.
Bei der Ausgrabung wurden zahlreiche Bauteile von der ge-
sprengten Kirche gefunden. Darunter befanden sich unter
anderem nummerierte Ziegelsteine. Die Nummerierung der
einzelnen Ziegel diente dazu, die Steine an der richtigen Stel-
le einzusetzen. Die baulichen Schmuckelemente wie Gesim-
se, Bögen und Säulen bestanden ebenfalls aus gebrannten
Ziegeln und kamen, mit entsprechender Nummerierung vor-
gefertigt, direkt auf die Baustelle. Auch etliche gelbe Ziegel-
steine, sogenannte Greppiner Klinker, mit denen die Außen-
fassaden verblendet waren, traten zu Tage sowie viele braun
glasierte Klinker und rote Terrakotta-Platten, die ursprüng-
lich zur farblichen Akzentuierung der gelben Fassade dien-
ten. Einige der gefundenen Formziegel stammen von Maß-
werkfenstern. Das Kirchenschiff war mit hohen dreiteiligen
Rundbogenfenster und einer großen Fensterrosette ausge-
stattet, die sich oberhalb des Eingangsportals befand.
Anhaltspunkte für die Gestaltung des Kircheninnenraumes
ergeben alte Fotografien und die Baubeschreibung von Au-
gust Orth. Die Innenwände und Decken der Himmelfahrt-
kirche waren verputzt und farbig gefasst. Die Decken des
Kirchenraumes und unter den Emporen waren als Kreuzge-
wölbe ausgeführt. Ein großer Kronleuchter und mehrere
kleine Leuchter unter den Emporen beleuchteten den Innen-
raum. Der Chor hatte farbige Fenster, von denen das mittlere
Fenster die Himmelfahrt Jesu zeigte. Die umlaufenden Em-
poren wurden von Säulen getragen. Auf der größten Empore
stand die Orgel. Holzbänke waren im gesamten Kirchen-
raum verteilt, sodass sich insgesamt 1.284 Sitzplätze ergaben.
In der architektonischen Gestaltung der Himmelfahrtkirche
hat August Orth den traditionellen Kirchenbaustil mit bau-
lichen Innovationen des 19. Jahrhunderts vereinigt. Für die
Bauform kombinierte er den kreuzförmigen Grundriss einer
gotischen Kirche mit dem überkuppelten Zentralraum der
Renaissancekirche. Der Dachstuhl bestand aus einer Stahl-
Konstruktion, wie seit der Industrialisierung bei Großbauten
üblich. Bei der Gestaltung des Innenraumes legte Orth gro-
ßen Wert auf die praktischen Aspekte der Kirchennutzung.
Jeder Besucher des Gottesdienstes sollte die Predigten akus-
tisch und visuell gut verfolgen können. Daher platzierte Orth
den Altar und die Kanzel frei stehend in der Mitte des Kir-
chenraumes und gruppierte das Gestühl um sie herum.
Im Winterhalbjahr 1941/42 wurde nordwestlich der Kirche
der Flakturm Humboldthain errichtet. Durch die heftigen
Kampfhandlungen bei der Verteidigung Berlins zum Ende
des Zweiten Weltkriegs wurde das Gotteshaus durch Bom-
bardierung und Beschuss zerstört. Die Kirchturmspitze wur-
de auf Befehl des Kommandanten des Flakturms Humboldt-
hain eine Woche vor Kriegsende gesprengt, um für die
schweren Flakgeschütze ein freies Schussfeld in Richtung
Osten zu schaffen. Sie stürzte zusammen und fiel in die
Binnenstraße. Nach Beendigung der Kämpfe war das Kir-
chindach vollständig zerstört und der Innenraum mit Trüm-
mern übersät. Nur die starken Außenmauern blieben halb-
wegs intakt. Die Kirchenruine wurde am 14. Juli 1949 ge-
sprengt, nachdem sich der Bezirk Wedding dafür entschie-
den hatte, den zerstörten Sakralbau aufzugeben Damit ist
die Himmelfahrtkirche wie viele andere historische Bau-
werke in deutschen Städten - ein Opfer des Wiederaufbaues
und der damit zusammenhängenden »Kahlschlagsanierung«
geworden (gemeint ist die Beseitigung schwer geschädigter
aber wieder aufbaubarer Gebäude). Für die Menschen gab es
in der Nachkriegszeit andere Probleme zu lösen und es wur-
de dringend neuer Wohnraum benötigt.
Die Himmelfahrtgemeinde blieb auch nach der Sprengung
ihrer Kirche bestehen und erhielt für einen Kirchenneubau
das Grundstück an der Gustav-Meyer-Allee 2. Die heutige
Himmelfahrtkirche wurde von 1954 bis 1956 nach Plänen
des Architekten Otto Bartning (1883-1959) erbaut.
The "Himmelfahrtkirche am Humboldthain"
Archaeological Window
In the spring of 2015, on the initiative of "Berliner Unterwel-
ten e.V., an "archacological window" was created here that
provides a view of the foundations of the former Himmel-
fahrtkirche (Church of the Ascension) from 1893.
Geophysical investigations conducted prior to archaeological
excavations of the area revealed that the ground-between
Rosengarten and the pavement of Brunnenstraße contained
foundations and walls which could be attributed to the
Church of the Ascension, demolished after the Second World
War. The investigations were followed by an excavation, car-
ried out in two phases (December 2014 and March 2015),
which provided information on the condition of the mason-
ry. Below an approximately one-meter thick layer of soil and
debris the foundations of the demolished church came to
light. Part of the north-west steeple staircase was revealed. In
March and April 2015, an archacological window was creat-
ed that opened on 2 May 2015 on the occasion of the com-
memoration of the 70 anniversary of the end of the Second
World War.
Early photographs and postcards reveal the appearance of the
church, which was built between 1890 and 1893, under the
direction of the architect August Friedrich Wilhelm Orth
(1828-1901). The Church of the Ascension was a neo-roman-
esque building, with a steeple 72 metres high that towered
over treetops and the roofs of houses. The most prominent
guests present at the inauguration ceremony on 4th of June
1893 were the Prussian Emperor, Wilhelm 11 (1859-1941),
and Empress, Auguste Victoria of Schleswig-Holstein-Son-
derburg-Augustenburg (1858-1921).
The unearthed foundations comprise only of a small portion
of the church. Its original ground plan included a rectangu-
lar gatehouse orientated towards Brunnenstrasse, with an en-
trance portal and an atrium. Behind the gatehouse, the church
building itself was located, consisting of a nave and a tran-
sept. The intersection of these two architectural elements was
unusually wide, creating a spacious central room.
The total length of the church was 55 metres. The inner width
of the nave was 11 metres, while that of the transept was
31.88 metres. The height of the exterior walls of the church
building, to the base of the roof was 17.4 metres. Although
the spire was only 67.1 metres high, its tip was 72 metres
above the street level of Brunnenstrasse due to the difference
in the level of the terrain.
Numerous structural elements of the demolished church were
found during the excavations, among which were numbered
bricks. The numeration system enabled the builders to insert
the bricks in their designated positions. Decorative elements
of the outer walls, such as cornices, arches and pillars were
also made of fired bricks and were delivered to the construc-
tion site, pre-fabricated, and already marked with their corre-
sponding numbers. The excavations also revealed some yel-
low bricks, the so-called Greppiner Klinker, which were used
for the façade, as well as numerous brown glazed bricks and
red terracotta tiles, which were originally used to accentuate
its yellow colour. Several special bricks among those found
originate from tracery windows. The nave featured high three-
piece arched windows and a rose window above the entrance
portal.
Old photographs and a description of the the building writ-
ten by August Orth himself provide an impression of the
former church's interior design. The walls and the ceilings
were plastered and painted. The ceilings of the sanctuary
and those beneath the matronea (galleries) were designed as
cross vaults. The interior was illuminated with one big chan-
delier and several smaller ones located beneath the matro-
nea. The chancel featured stained glass windows, the central
one of which featured the Feast of the Ascension. The ma-
tronea were supported by pillars. The biggest of them fea-
tured the organ. Wooden benches with a total seating capac-
ity of 1,284 were distributed throughout the church and
matronca.
The architectural design of the church by August Orth is a
combination of traditional church architecture and innova-
tions of 19th century architecture. Its structural design is a
combination of the cruciform ground plan of a Gothic church
with the domed central space of a Renaissance church. Its
roof structure was a steel construction, characteristic of large
buildings since the Industrialisation period (1870-1914).
With the design of the interior, Orth put great emphasis on
the practical aspects of the church's function. Those who at-
tended mass should be able to follow the sermon acoustically
and visually, which is why Orth located the altar and the
chancellery in the middle of the church interior and placed
the seating around them.
In the winter of 1941/42, the Humboldthain flak tower was
built to the north-west of the church. The bombing and shell-
ing during the fierce Battle of Berlin at the end of the Second
World War seriously impacted the church. The steeple was
destroyed at the behest of the commander of the Hum-
boldthain flak tower one week before the end of the war in
order to create a clear field of fire for heavy anti-aircraft guns
towards the east. The steeple collapsed and fell into Brunnen-
straße. After the battle, the church roof was completely de-
stroyed and the interior was littered with rubble. Only the
strong exterior walls remained relatively intact.
The ruins of the church were demolished on 14th July 1949
after the borough of Wedding decided to give up on the heav-
ily damaged structure, Like many other historic buildings in
German cities, the Church of the Ascension was a victim of
the reconstruction and the related process of the "Kahlschlag-
sanierung" (meaning the destruction of heavily damaged
buildings that could be reconstructed) after the Second World
War. The post-war generation was faced with other problems
needing solutions, and new housing space was desperately
needed.
The Ascension parish remained active even after the demoli-
tion of the church and the parishioners received a new plot
for a church-building at 2 Gustav-Meyer-Allee. Today's
Church of the Ascension, designed by the architect Otto
Bartning (1883-1959), was built between 1954 and 1956.
Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.
Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Ansichtskarte der Himmelfahrtkirche und das Denkmal für Alexander von
Humboldt im Humboldthain (1900).
Postcard with Ascension-Church and Memorial for Alexander von Humboldt in
Humboldthain (1900)
[2] Bahnhof Gesundbrunnen mit der Himmelfahrtkirche im Hintergrund
Train station Gesundbrunnen with Ascension-Church in the background.
[3] Kircheninneres mit Blickrichtung zum Altar (Westen) und zur Kanzel (1894)
Church interior looking towards the altar (west) and the pulpit (1894).
[4] Ansichtskarte mit der HofalkHimmelfahrtkirche (um 1900)
Postcard with the Ascension-Church (around 1900).
[5] Kircheninneres mit Blickrichtung zur Orgel und zum Haupteingang (1894).
Church interior looking towards the organ and the main entrance (1894).
[6] Baupläne der Himmelfahrtkirche von August Orth (1890): Grundriss un-
terer Kirchenraum (links). Schnitt durch den Turm und Fensterrosette (mittig).
Grundriss Emporenebene (rechts) - rötlich gefärbt der freigelegte Bereich.
Architect's plan from the Ascension Church from August Orth (1890): ground
plot from ground floor (left), profile of the tower and the window-rosette (centre).
ground plot flour of gallery (right) - the excavation is marked in red.
[7] Zerstörte Himmelfahrtkirche (Juni 1946) Ruined Ascension-Church (June 1946).
[8] Zerschossener Turm der Himmelfahrtkirche (August 1945).
Ruined steeple of the Ascension-Church (August 1945).
[9] Die Sprengung der Himmelfahrtkirche am
14. Juli 1949.
Demolition with explosives of the Ascen-
sion-Church (14th July 1949)
[10] Zeitungsnotiz anlässlich des Neubaus der Himmelfahrtkirche 1893.
Article for the finished Ascension-Church printed in Deutsche Bauzeitung 1893:
[11] Lageskizze der Himmelfahrtkirche (rot) im heutigen Volkspark Humboldthain.
Site plan from Hemboldthain with the ground plot of the Ascension-Church (red)
[12] Entwurf des mittleren Chorfensters mit der Himmelfahrt Christi von August Orth.
Design of the central window of the choir depicting the Ascension of
Christ by August Orth.
Der vollständige Zeitungsartikel aus [10] lautet:
Vermischtes.
Die neue Himmelfahrts-Kirche im Humboldthain zu
Berlin (Arch. Brth. August Orth) ist am Sonntag, den 4. d.
M. unter Anwesenheit der kaiserlichen Majestäten, einer Reibe
von Mitgliedern des kaiserlichen Hauses. der Minister und
anderer Ehrengäste feierlich eingeweiht worden. Am 18. April
1891 begonnen, ist sie somit in etwas über 2 Jahren fertigge-
stellt worden. Die als Zentralbau mit anschliessendem Lang-
hans errichtete Kirche besitzt im Innern eine grösste Länge
von 48,84, eine grösste Breite von 27,80, eine grösste Höhe
von 24,90 and enthält imganzen 1224 Sitzplätze, davon 822
im unteren Kirchenraum, 292 auf den Gallerien und 110 auf
der Orgelempore. Vor das Langhaus legt sich ein Thurm, der
das Strassenpflaster um 72m überragt. Die Anordnung der
Plätze ist eine solche, dass der Prediger von allen Theilen
der Kirche gesehen und gehört werden kann. Das Innere
ist durchgehend gewölbt; alle Architekturtheile sind in
einem sorgfältig durchgeführten Rohbau ausgeführt, während
die Flächen geputzt und bemalt sind. Die Brüstungen der
Emporen werden durch blaugrüne Majolikasäulchen gestützt.
6m breite Stufen geben durch das durch einen Mittelpfosten,
der eine Christsstatue als Schmuck erhält, getheilte Haupt-
portal Zutritt zum Vestibul. Das Aeussere der Kirche zeigt
eine reiche, mit starken romanischen Elementen versetzte Re-
naissance mit Zwerggallerien, Masswerkfenstern und Strebe-
pfeilern und ist mit Ziegeln verblendet, für welche an den
vortretenden Architekturtheilen eine lederrothe, für die zurück-
liegenden Theile dagegen eine dunkelrothe Farbe gewählt ist.
Der zentrale Kernbau der Kirche baut sich im Aeussern als
Quadrat auf, dem sich Chor, Langhaus und Kreuzschiff vor-
legen. Der Thurm ist bis in die Spitze massiv ausgeführt und
in seinem oberen Achteck durchbrochen. Er sowohl wie die
vier Seitenthürmchen werden durch reiche schmiedeiserne Kreuze
gekrönt. Das Dach ist in seinen Hauptkonstruktionen aus
Eisen erstellt und mit Falzziegeln gedeckt. Die Bausumme
erreicht nicht ganz die Höhe von 883 500 M ausschliesslich
der inneren Einrichtung. für welche einschliesslich der reichen
Geschenke die Kosten 47 000 M betragen.
Die Bauleitung oblag den Hrn. Reg-Bmstr, Schaller und
Bibr. Cordier. Die Hauptarbeiten wurden von folgenden
Firmen geliefert: Die Maurerarbeiten von Köppen, die Zimmer-
arbeiten von Ernst Meyer, die Arbeiten am eisernen Dachstuhl
von Pfeiffer & Druckenmüller, die Schlosser- und Schmied-
arbeiten von Heinrichs und von Böttcher, die Malerarbeiten
von Lehmann, die Tischlerarbeiten von Gockisch und von Kuhnert
und Kühne. Die Glocken lieferte der Bochumer Verein für
Gusstahl-Fabrikation, die Formsteine Hesel in Ullersdorf, den
Fries unter der Zwerg-Gallerie und die Masswerke der Fenster
March in Charlottenburg, die Verblendsteine Schreiber in Penig.
Kanzel, Altar und Orgelgehäuse sind von Bildhauer Seelig,
das Orgelwerk von Gebr. Dinse, die Heizungs-Anlage von
Rietschel and Henneberg, die Beleuchtungs-Gegenstände von
Rixius, Gas- und Wasserleitung von Aird Nachf, und die
Klempner-Arbeiten von Westphal.

