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Altes Kammergericht

Lindenstraße 14

ALTES KAMMERGERICHT
von Philipp Gerlach 1734 bis 1735
als »Collegienhaus« erbaut
Sitz des Kammergerichts von 1735 bis 1913
Es galt als Hort der Rechtsstaatlichkeit
Il y a des juges à Berlin

Die Berliner Gedenktafel wurde am 19. Mai 2006 zwischen dem dritten und zweiten Fenster an der rechten Seite der Straßenfront des Hauses enthüllt. Der französische Satz „Es gibt (noch) Richter in Berlin“ bezieht sich auf die vielfach ausgesponnene Geschichte einer Auseinandersetzung zwischen König Friedrich II. und dem „Müller von Sanssouci“, der seine Mühle nicht für den Ausbau der dortigen Parkanlagen verkaufen wollte.

Am Zugang zur einstigen Weißbierstube im Berlin Museum befanden sich zwei Bronzetafeln, deren Verbleib nicht bekannt ist. Die Weißbierstube verschwand mit dem Umbau zum Jüdischen Museum. Die Inschrift der Tafel auf der linken Seite lautete:

Dieses Haus wurde 1734/35 unter Friedrich Wilhelm I.
als Col­legiengebäude durch den Architekten Philipp
Gerlach errich­tet. Bis 1913 diente es als Kammerge­richt,
danach als Sitz des evangelischen Konsistoriums.
Im 2. Weltkrieg schwer beschä­digt, wurde es vom Senator
für Bau- und Wohnungs­wesen seit 1962 in seinem Äusse-
ren in der alten Form wie­der­her­ge­stellt.
Prof. Dr. Edwin Redslob, der 1. Vorsitzende des 1962 ins
Leben gerufenen Vereins der Freunde und Förderer des
Berlin Museums, gründete 1965 das Berlin Museum zunächst
an anderer Stelle. Als endgültiger Sitz des Museums
wurde vom Senat Berlin noch im gleichen Jahre das
Kammergerichtsgebäude bestimmt. Eine Zuwendung der
Deutschen Klassenlotterie Berlin ermöglichte 1967/68
den Innenausbau.
Förderung und Hilfe verdankt das Berlin Museum dem
Se­nator für Wissenschaft und Kunst, dem Senator für
Bau- und Wohnungswe­sen, zahlreichen Berliner Bür-
gern, sowie folgenden Stiftern, die den Aufbau des
Museums durch grosse Zuwendungen unterstützt
haben:
Allianz-Versiche­rung A.G., Berlin und München
Hedda Behrens, Hamburg
Adolf und Lena Bo­denheim, Berlin
Hermann Bröckel­schen, Essen
Berliner Industriebank A.G., Berlin
Berliner Kindl-Brauerei A.G., Berlin
Deutsche Klassenlotte­rie, Ber­lin
Kulturkreis im Bundesverband der deutschen Indu­strie
Hermann Meyer & Co., K.G., Berlin
H.F. & Ph.F. Reemtsma, Hamburg
Siemens AG, Berlin
Schultheiss-Brauerei A.G., Berlin
Axel Springer, Berlin
Verein Berliner Kaufleute, Berlin
Konsul Charley Notter, Berlin
Hermann C. Starck, Berlin
Dr. jur. Dr. h.c. Ernst Hellmut Vits, Wuppertal
Am Tage der Eröffnung des Hauses, 6. September 1968

Inschrift der Tafel auf der rechten Seite:
Am 1. Januar 1971 übernahm der Senat von Berlin die
Träger­schaft des Berlin Museums.
Seit dieser Zeit er­hielt das Museum auch wei­terhin
von pri­vater Seite Zuwendun­gen und auf vielfältige
Weise Un­terstüt­zung.
Dank gilt vor allem den fol­genden In­sti­tutionen
und Personen:
Lucie Hoesch, Berlin
Dr. Gertrud und
Dr. Rudolf Thiel, Frankfurt
Hilda Ury, New York
Klara und Theodor Daum­lehner, Berlin
Deutsche Bank, Frank­furt
Prof. Ita Maximowna, Berlin
Schindler GmbH, Berlin
Irmtraut Stübner, Berlin
Dr. Wolf­gang Schumann, Berlin
Hertie GmbH, Berlin
Charlotte Redslob, Berlin
Landeszentralbank, Berlin
Schering AG, Berlin
Rota­ry Club, Berlin
Preussische Seehandlung, Berlin
Kathari­na und
Dr. Julius Baum, Berlin
Werner Karst, Berlin
Prof. Werner March, Berlin
Lyons Club, Berlin
Dr. Hermann Lisco, Broo­k­line
Dr. Hans Quincke, Berlin
Prof. Dr. Theodor Sieg­fried, Marburg
Dr. Dr. Ottilie und
Prof. Dr. Helmut Selbach, Berlin
Dr. Hertha Schülke-Prau­se, Berlin
Firma Theodor Wag­ler, Berlin
Firma Plakatindustrie, Berlin
Ilse und
Dr. Otto Augu­stin, Berlin
Günther Vogel, Berlin/Hoboken USA
Aa­chener und Münchener
Beteiligungs-AG
Grundkreditbank e.G.
Volksbank
Lyons Club, Berlin Alexanderplatz
Shell-AG, Ham­burg
Anneliese Mietke, Berlin

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