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Alliierte Kommandantur

Kaiserswerther Straße 16-18

Dieses Gebäude ist 1926/1927 als Hauptverwaltung für
den Verband Öffentlicher Feuerversicherungsanstalten
in Deutschland errichtet worden
Seit dem 25. Juli 1945 war es Sitz der
ALLIIERTEN KOMMANDATURA
der obersten gemeinsamen Verwaltungsbehörde der
vier Hauptsiegermächte für Berlin, die auch nach dem Auszug
der Sowjets 1948 bis zum Ende der Besatzungszeit
am 2. Oktober 1990 bestand

Die gemäß Londoner Protokoll vom 14.11.1944 er­richtete "interalliierte Regierungsbehörde (russisch: Komendatura)" für Groß-Berlin tagte erstmalig am 11.7.1945 im sowjetischen Hauptquartier in Karlshorst, bis man sich auf den Dahlemer Sitzungsort ab der dritten Sitzung verständigte. Auch nach dem Auszug der Sowjets am 16.6.1948 behielt sie ihre Funktion für die westlichen Sektoren der Stadt, an deren Rechtsstatus insgesamt sich nichts änderte - gleichwohl für den Alltag der deutschen Bevölkerung. Die Schreib­weise "Kom­manda­tura Berlin" ist eine merkwür­dige Mi­schung zwischen russisch und deutsch. Die einst die Bestim­mung des Hauses er­klären­den Schil­der links (in lateinischer Schrift) und rechts (in kyrilli­scher Schrift) vom Eingang befinden sich jetzt im Alliier­tenmuseum. Der Sitzungs­saal (heute Festsaal) befindet sich im ersten Stock­werk über dem Eingang. Das Haus (Architekt Heinrich Straumer, das ur­sprüng­liche Steildach gibt es nicht mehr) dient der Freien Universität als Präsi­dialamt. Enthüllung der rechts neben dem Ein­gangsbereich an der Fassade befestigten Berli­ner Gedenktafel durch Volks­bildungsstadtrat Stefan Schlede, FU-Vizepräsi­dent Prof. Dr. Gaethgens und den Leiter des Alliierten Museums, Dr. Helmut Trot­now, am 27.5.1998.

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