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Alice Salomon

Berlin 19.4.1872 - New York 30.8.1948

Alice-Salomon-Platz 5

(links):
ALICE SALOMON, Sozialreformerin und Frauen-
rechtlerin, wurde am 19. April 1872 in Berlin
geboren. Sie studierte und promovierte als eine
der ersten Frauen an der Berliner Universität im
Fach Nationalökonomie. 1908 gründete sie die
Soziale Frauenschule in Berlin- Schöneberg,
die erste Schule für Sozialarbeiterinnen in
Deutschland, und 1925 die Deutsche Akademie
für soziale und pädagogische Frauenarbeit mit
einer Abteilung für empirische Forschungen.
1929 war sie maßgeblich an der Gründung der
International Association of Schools of Social
Work/IASSW beteiligt und war deren Vor-
sitzende über 1933 hinaus.
1932 wurde Alice Salomon die
Preußische
Staatsmedaille verliehen und von der Universi-
tät Berlin die Ehrendoktorwürde für ihre
”außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiete
der öffentlichen Wohlfahrtspflege.”
Die Nationalsozialisten vertrieben sie aus
Deutschland. Wegen ihrer jüdischen Herkunft
verlor sie all Ämter und wurde 1937 zur
Emigration gezwungen. Am 30. August 1948
starb Alice Salomon in New York.
***
1991 nahm diese Hochschule als Nachfolgerin
der Sozialen Frauenschule den Namen Alice
Salomons an. Deren Werk ist sie vielfach
verbunden: in der auf Forschung gegründeten
Lehre, der engen Verbindung von Theorie und
Praxis, der internationalen Orientierung und
dem Streben nach Gerechtigkeit.

(rechts):
ALICE SALOMON, social reformer and feminist,
was born in Berlin on 19 April 1872. She was
one of the first women to study and receive a
doctorate in economics from the University of
Berlin. In 1908 she founded the Soziale Frauen-
schule in Berlin-Schöneberg, the first school for
female social workers in Germany, and in 1925
she established the Deutsche Akademie für
soziale und pädagogische Frauenarbeit (German
Academy for Social and Pedagogical Women’s
Work) which included a department for empirical
research. In 1929 she played a major role in
establishing the International Association of
Schools of Socail Work/IASSW and was ist
hairwoman beyond 1933.
In 1932 Alice Salomon was awarded the Prussian
state medal and received an honorary doctorate
from the University of Berlin for her ”exceptional
services in the field of public welfare work”.
The National Socialists drove her out of Germany.
She was stripped of all offices on account of her
Jewish background and in 1937 she was forced
to emigrate. Alice Salomon died in New York on
30 August 1948.
***
In 1991 this University of Applied Science, as
the successor to the Soziale Frauenschule, was
given the name Alice Salomon. It is indebted to
her work in many ways: in the teaching based
on research, the close link between theory and
practice, the international orientation and the
striving for justice.

Nach der Verlagerung der Fachhochschule aus der Schöneberger Goltzstraße nach Hellersdorf im Jahr 1998 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 21.9.2000 die Anbringung einer „Tafel zum Gedenken an Alice Salomon” noch vor der Fusion mit Marzahn im Stadtteilzentrum „Helle Mitte“.

Enthüllt werden sollte die Tafel auch als ein „Zeichen gegen Rechts” am 16.11.2000 (Der Tagesspiegel, 23.9.2000). Diese Tafel wurde „vergessen” wie Bezirksbürgermeister Uwe Klett laut Berliner Zeitung vom 31.5.2005 in der BVV eingestehen musste.

Am 16.4.2008, aus Anlass des einhundertjährigen Bestehens der Alice-Salomon-Fachhochschule, wurden links vom Eingang in deutscher Sprache und rechts in Englisch zwei von dem Berliner Künstlerpaar Barbara und Klaus Noculak gestaltete Inschrifttafeln aus gebürstetem Stahl von der Rektorin Christine Labonté-Roset in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle enthüllt.

Über der Eingangstür befindet sich ein großformatiges Bildnis der Namensgeberin. Ihren Namen hat die Hochschule seit 1993, nicht wie auf den Tafeln angegeben, seit 1991 (vgl. Schöneberg).

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