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Alfred Braun

Berlin 3.5.1888 - Berlin 3.1.1978

Iburger Ufer

"Der Spreekieker"
Zur Erinnerung an
Alfred Braun 3.5.1888 - 3.1.1978
den ersten deutschen
Rundfunksprecher
Skulptur von Gertrud Bergmann

Alfred Braun war ein Pionier des deutschen Rundfunks. Er war als Reporter, Regisseur, Autor und Schauspieler tätig. 1924 begann er seine Radiokarriere als Regisseur der Funk-Stunde Berlins, dem ersten Radiosender Deutschlands. Bekannt ist er außerdem für seine Livereportagen und die Inszenierung des ersten Hörspiels in deutscher Sprache. Als Sozialdemokrat wurde er nach 1933 von den Nationalsozialisten verfolgt und im KZ Oranienburg inhaftiert. Nach seiner Entlassung ging er zunächst einige Jahre ins schweizerische und türkische Exil, ehe er nach Kriegsbeginn nach Berlin zurückkehrte. Er betätigte sich nun an nationalsozialistischen Propagandaproduktionen, darunter als Regieassistent für Veit Harlans antisemitischen Hetzfilm "Jud Süß" sowie als Drehbuchautor für einige weitere von Harlans Filmen. Nach dem Krieg arbeitete er, ungeachtet seiner Funktion für die NS-Propaganda, für den DDR-Sender Berliner Rundfunk als auch für den Westberliner Sender Freies Berlin. 

Skulptur des - tatsächlich zur Spree blickenden - "Spree­kie­kers", wie sich Braun als Rundfunk­kom­menta­tor nann­te, 1983 entstanden. Der Rundfunk­pionier war der erste Intendant des Senders Freies Berlin von 1954-1957. Grabstätte Fried­hof Charlottenburg, Tra­kehner Allee 1, Abt. 18 K 102.

Die Gedenktafel befindet sich am Iburger Ufer Ecke Arcostraße.

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