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Alexander Granach

Werbowitz/Galizien (Werbiwzi/Ukraine) 18.4.1890 - New York 14.3.1945

Heiligendammer Straße 17a

»Da geht ein Mensch«
In diesem Haus wohnte von 1931 bis 1933 der Schauspieler
ALEXANDER GRANACH
18.4.1890 - 14.3.1945
Geboren in Werbowitz (Galizien), kam er 1906 nach Berlin
1912 bis 1914 Schüler der Max-Reinhardt-Schule
Nach Engagements in Wien und München ab 1921 in Berlin
Er gehörte zu den populärsten Schauspielern seiner Zeit
1933 Flucht aus Deutschland
In Hollywood gelang ihm eine zweite Karriere im Film
Gefördert durch die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft

Granach starb nach einer Blinddarmoperation, als gerade sein neuer Erfolg am Broadway im Theater begann. Beigesetzt wurde er am 18.3.1945 auf dem Montefiore Cemetery in New York (Queens), Springfield Gardens, Feld 13, R. 4R Nr. 5.
Im „Aufbau" vom 23.3.1945, S. 11, schrieb m.g. (wahrscheinlich der Herausgeber Manfred George) in einem Nachruf: „Hier ist eine genialische Kraft erloschen. Granach war ein lodernder Mensch. Er gehörte in die Reihe jener Schauspieler, die vulkanisch schaffen. Immer neue Energien brachen aus ihm hervor." Über seine Autobiographie „Da geht ein Mensch", deren Erscheinen er nicht mehr erlebte, aus dem er aber schon immer wieder Kapitel vorlas, heißt es dort: „Granach las sie nicht vor, er erlebte sie noch einmal. Er sang, er schluchzte, er lachte, er verwandelte sich ganz und gar zurück in jenen Jungen, der die Geheimnisse des Lebens und des Todes mit jener Intensität erfahren hatte, die an die Wurzel aller Dinge reicht. Dies Buch ist Granachs Denkmal, in dem er weiter leben wird." Dem Nachruf folgt „Ein letzter Gruß" von Elisabeth Bergner.
Die Berliner Gedenktafel ist links vom Eingang in den Putz eingelassen. Sie wurde am 11.9.2015 in Anwesenheit von gut 40 Gästen enthüllt. Grußworte kamen von der Sprecherin des Senats, Daniela Augenstein, und der Vorstandsvorsitzenden der GASAG, Vera Gäde-Butzlaff. Die Laudatio erfolgte als lebhafte Präsentation von Texten von und über den Geehrten durch die Publizistin Hilde Recher, die Journalistin und Dokumentarfilmerin Angelika Wittlich und den Schauspieler Tobias Langhoff.

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