zurück zur Suche
Ansicht Gedenktafel Albrecht Scholz

Albrecht Scholz

Görlitz 6.9.1940 - Dresden 24.3.2013

Map Eichborndamm 167 (Haus 42)

Albrecht Scholz
06.09.1940 - 24.03.2013
Dermatologe und Medizinhistoriker
Seine medizinhistorischen Forschungen und Publikationen haben
das Bild der Dermatologie über Jahrzehnte nachhaltig geprägt.
Neben der klinischen Tätigkeit als Dermatologe und der
Leitung des Instituts für Geschichte der Medizin an der
Technischen Universität Dresden hat er eine umfangreiche Sammlung
dermatologischen Schrifttums und Bildmaterials aufgebaut.
Diese stellt den Grundstein für das in diesen Räumen befindliche
Archiv der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft dar.

Enthüllt wurde die Gedenktafel aus Acrylglas nach einer Gedenkrede des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Rudolf Stadler, am 24.3.2018 von diesem gemeinsam mit der Witwe sowie dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte der Dermatologie und Venerologie, Volker Wendt, an einer gemauerten Säule zwischen Bücherregalen im Magazin des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs. 
Über der Inschrift befindet sich ein Foto von Scholz, unter der Inschrift sind die Signets der DDG und der Arbeitsgemeinschaft für Geschichte der Dermatologie und Venerologie sowie ein QR-Code.
Ein besonderes Anliegen von Scholz war die Erinnerung an die und Würdigung der Arbeit jüdischer Mediziner. In einem Artikel über Josef Jadassohn, Eugen Galewsky und Karl Herxheimer (Deutsches Ärzteblatt 33-34/17.8.2012: Medizin in der NS-Zeit: “Ich bin allein auf weiter Flur”) schrieb er einleitend: “Die nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden haben in vielen Zeugnissen ihren Niederschlag gefunden. Mehrere in den vergangenen Jahren aufgefundene, bisher nicht veröffentlichte Briefe jüdischer Dermatologen (Archiv Albrecht Scholz) dokumentieren den Absturz von Ärzten, die sich mit aller Kraft für die Medizin in Deutschland eingesetzt hatten und unter absoluter Missachtung ihrer Verdienste in Einsamkeit und Tod gedrängt worden sind. Am Schluss des Beitrags steht: “Es muss das Anliegen deutscher Ärzte und Medizinhistoriker bleiben, durch biografische Forschung den gedemütigten, vertriebenen und getöteten jüdischen Kollegen ihre Würde zurückzugeben.”

zurück