Otto Grüneberg
Map Schloßstraße 22
DER ANTIFASCHIST
OTTO GRÜNEBERG
GEBOREN AM 7. FEBRUAR 1908
VOM SA-STURM 33 ERMORDET.
Der Kommunist Otto Grüneberg kam am Abend des 1.2.1931 im Verlauf eines Straßenkampfes zwischen Nazis und Kommunisten im Bereich Wallstraße (Zillestraße)/Schloßstraße/Hebbelstraße durch die Kugel eines SA-Mannes um. Die Wallstraße war ein Zentrum von Mitgliedern der Arbeiterparteien. Die Geschichte der Wallstraße schilderte Jan Petersen in seinem Buch „Unsere Straße“.
Eine erste Gedenktafel für Otto Grüneberg wurde bereits Ende Januar 1948 angebracht. Nach Beschädigung der Tafel in den 1970er Jahren erfolgte zunächst eine notdürftige Reparatur. Anfang 1985 wurde sie durch eine neue Tafel ersetzt. Zahlreiche Organisationen aus der Nachbarschaft, darunter die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN), beteiligten sich an der Finanzierung.
Ein Foto der beschädigten Tafel befindet sich auf S. 35 in Hans-Norbert Burkert / Klaus Matußek / Wolfgang Wippermann: “Machtergreifung” Berlin 1933, Stätten der Geschichte Berlins Band 2, Berlin 1982.
Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20, existiert im VdN-Hain eine Grabstelle für Otto Grüneberg (R. 1 Nr. 6; Symbolgrab?).
