Oda Schottmüller
Map Rosa-Luxemburg-Platz 4
ODA SCHOTTMÜLLER
MITGLIED DER ANTIFASCHISTISCHEN
WIDERSTANDSORGANISATION
“SCHULZE - BOYSEN - HARNACK”
GEBOREN 9.2.1905
ERMORDET 5.8.1943
IM ZUCHTHAUS BERLIN - PLÖTZENSEE
EHRE IHREM ANDENKEN !
Die Tafel wurde 1979 im Foyer der Volksbühne angebracht.
Oda Schottmüller war Bildhauerin, Goldschmiedin, Tanzlehrerin und Tänzerin. Ihre Freundschaft mit Elisabeth und Kurt Schumacher brachte sie in Kontakt mit der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen/Harnack ("Rote Kapelle"). Sie verteilte Flugblätter und stellte ihr Atelier (Westend, Reichsstraße 6) für Treffen und als Funkstelle zur Verfügung. Wie die meisten anderen Mitglieder der Gruppe wurde sie Anfang September 1942 verhaftet und zum Tode verurteilt.
Als Vierzehnjährige zog sie nach dem frühen Tod ihres Vaters Kurt Schottmüller (+Danzig 11.8.1919) zunächst zu ihrer Tante, der Kunsthistorikerin Frida Schottmüller, in Berlin, die auch die Vormundschaft übernommen hatte. Von 1922 bis zum Abitur 1924 besuchte Oda die Odenwaldschule in Hessen, an der ihre Tante Gerda unterrichtete.
Am 25.8.2019 wurden am Ort von Frida Schottmüllers einstiger Grabstätte auf dem Alten St. Matthäus-Friedhof, Schöneberg, Großgörschenstraße 12-14, zwei Gedenksteine für die beiden Frauen gesetzt (D-2-14). Damit hat Oda Schottmüller erstmalig eine Grabstelle bekommen. ("Kiez Schöneberg", Oktober/November 2022, S. 12; Berliner Woche, Schöneberg-Ausgabe, 10.8.2019)


