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Liselotte "Lilo" Herrmann

Berlin 23.6.1909 - Berlin-Plötzensee 20.6.1938

Freiaplatz

Die Skulptur ist Liselotte Herrmann
(23. Juni 1909 - 20. Juni 1938) und ihrem
1934 geborenen Sohn Walter gewidmet.
Trotz internationaler Proteste wurde die
kommunistische Widerstandskämpferin als
erste Mutter von den Nationalsozialisten
in Berlin-Plötzensee ermordet.
Sabina Grzimek, errichtet 1984

Liselotte “Lilo” Herrmann wurde in Friedrichshain geboren. Sie studierte ab 1929 in Stuttgart Chemie und setzte ihr Studium, nun der Biologie, ab 1931 in Berlin fort. In diesem Jahr trat sie der KPD bei (dem KJVD gehörte sie bereits seit 1928 an). 1933 musste sie die Universität verlassen, arbeitete als Kindermädchen und zog nach Stuttgart, wo sie im Ingenieurbüro ihres Vaters eine Anstellung fand. Sie war weiter aktiv für die illegale KPD. Ihre Aktivitäten wurden verraten und sie am 7.12.1935 verhaftet. Am 12.6.1937 verurteilte sie der Volksgerichtshof wegen "Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode. Trotz internationaler Proteste wurde Lilo Herrmann drei Tage vor ihrem 29. Geburtstag ermordet.
Die kleine erläuternde Metalltafel am Sockel der Bronzeskulptur wurde finanziert aus dem “Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur” und am 23.6.2020 in Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Michael Grunst und der Schöpferin der Plastik, Sabina Grzimek, sowie zahlreicher Gäste enthüllt. Sie geht zurück auf eine Anregung der lokalen VVN-BdA, denn bisher gab es keinen Hinweis darauf, wen die Skulptur darstellte. Erinnernde Worte an die junge Widerstandskämpferin kamen von Christel Schemel.

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