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Judenreferat der Gestapo Berlin

Burgstraße 28

DIE BURGSTRASSE WAR VOR DEM ZWEITEN WELTKRIEG
EIN WICHTIGER FINANZSTANDORT UND
FÜR DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG PREUSSENS
VON GROSSER BEDEUTUNG.
HIER STANDEN SEIT 1863 DIE BERLINER BÖRSE UND
VON 1872 BIS 1876 DIE ZENTRALE DER DEUTSCHEN BANK
IM HAUS NR. 28 WAR VON 1941 BIS 1943 DAS JUDENREFERAT
DER STAATSPOLIZEILEITSTELLE BERLIN DER GESTAPO
UNTERGEBRACHT. ES ORGANISIERTE DIE DEPORTATION
VON ÜBER FÜNFZIGTAUSEND JUDEN.
IM GEBÄUDE BEFAND SICH EIN SOGENANNTES
SCHUTZHAFTGEFÄNGNIS.
BEFORE WORLD WAR II BURGSTRASSE WAS AT THE HEART
OF BERLIN’S FINANCIAL DISTRICT AND PLAYED AN IMPORTANT
PART IN THE DEVELOPMENT OF THE PRUSSIAN ECONOMY.
THIS IS WHERE THE BERLIN STOCK EXCHANGE
HAD BEEN LOCATED SINCE 1863 AND WHERE FROM 1872 TO 1876 DEUTSCHE BANK HAD IST HEAD OFFICE.
FROM 1941 TO 1943 BURGSTRASSE 28 HOUSED
THE DEPARTMENT FOR JEWISH AFFAIRS OF THE GESTAPO’S
BERLIN REGIONAL HEADQUARTERS. THIS DEPARTMENT
ORGANISED THE DEPORTATION OF OVER FIFTY THOUSAND JEWS.
THE BUILDING CONTAINED A SO-CALLED
„PROTECTIVE CUSTODY” PRISON.

Die Enthüllung der zweisprachigen Edelstahltafel fand am 7.10.2010 in Anwesenheit des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers des Bankenverbandes, Dr. Hans-Joachim Massenberg, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, des Vorsitzenden der Gedenktafelkommission Berlin-Mitte, Volker Hobrack, des Historikers Dr. Benedikt Goebel und des Bildhauers Reinhard Jacob statt. Die Rede von Dr. Massenberg findet sich unter https://bankenverband.de/presse/reden/einweihung-der-historischen-gedenktafel-mit-englischer-ubersetzung-am-gebaeude-des-bankenverbandes. Die Tafel ersetzt zwei vom Bundesverband Deutscher Banken finanzierte und ebenfalls von dem Berliner Bildhauer Reinhard Jacob gestaltete Vorgängertafeln aus Edelstahl, die 2003 bzw. 2004 - nach der Ausbesserung eines Fehlers - angebracht wurden. Zur Erstenthüllung am 10.9.2009 waren u.a. Bezirksbürgermeister Joachim Zeller, der Hauptgeschäftsführer und Vorstandsmitglied des Bankenverbandes, Dr. Manfred Weber, und der Historiker Dr. Benedikt Goebel anwesend.

Die Inschrift der zweiten Tafel lautete:

Die Burgstrasse war vor dem Zweiten Weltkrieg
ein wichtiger Finanzstandort und
für die  wirtschaftliche Entwicklung Preussens
von grosser Bedeutung.
Hier standen seit 1893 die Berliner Börse und
von 1872-1876 die Zentrale der Deutschen Bank.

Im Haus Nr. 28 war von 1941 bis 1943 das Judenreferat
der Staatspolizeileitstelle Berlin der Gestapo Staatspolizeileitstelle Berlin der Gestapo untergebracht.
Es organisierte die Deportation
von über fünfzigtausend Juden.
Im Gebäude befand sich
ein sogenanntes Schutzhaftgefängnis.

Die Inschrift der zuerst angebrachten Tafel lautete:

 

Die Burgstrasse war vor dem Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Finanzstandort und für die  wirtschaftliche Entwicklung Preussens von grosser Bedeutung. Hier standen seit 1893 die Berliner Börse und von 1872-1876 die Zentrale der Deutschen Bank. Im Haus Nr. 28 war von 1941-1943 das Judenreferat der Gestapo-Leitstelle Berlin untergebracht. Es organisierte die Deportation von über fünfzigtausend Juden. Im Gebäude befand sich ein sogenanntes Schutzhaftgefängnis.

 

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