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Ingo Binsch

1965 in Altlandsberg; 5.11.2011 in Berlin

Zossener Straße

Im Gedenken an
Ingo Binsch, der hier im Kiez,
am 5. November 2001
von drei Neonazis geschlagen wurde
und an den Folgen starb.

#Niemand ist vergessen

Ingo Binsch wird am 5. November 2001 von drei Rechtsextremen über einen längeren Zeitraum in Berlin-Marzahn massiv verprügelt und gewürgt. Außerdem wirken die Täter mit ihrem gesamten Körpergewicht auf den Brustkorb ihres Opfers ein. Der 36-jährige Ingo Binsch ist schwer herzkrank. Nachdem die Täter die Wohnung verlassen haben, klagt Ingo Binsch über Schmerzen und Übelkeit. Der herbeigerufene Notarzt stellt einen Herz-Kreislauf-Stillstand fest, Wiederbelebungsmaßnahmen bleiben erfolglos.

Erst 2018 wird Ingo Binsch nach einer ausführlichen Untersuchung des Falls durch Wissenschaftler*innen des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin wegen der sozialdarwinistische Motivation als Todesopfer rechter Gewalt nachgemeldet und staatlich anerkannt. (Vgl. Amadeu Antonio Stiftung)

Die Gedenkplatte aus Holz wurde von der Initiative „Niemand ist vergessen“ am 2.11.2021, kurz vor dem 20. Jahrestag des Todes von Binsch, in der Zossener Straße Nähe der Tramhaltestelle in Hellersdorf aufgestellt. Der genaue Tatort ist nicht bekannt. Bereits am 4.11.2021 war die Tafel zerstört worden. (Vgl. Initiative "Niemand ist vergessen")

 

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