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Imre Kertész

Budapest 9.11.1929 – 31.3.2016 Budapest

Meinekestraße 3

BERLINER GEDENKTAFEL
»Auschwitz kann sich jederzeit wiederholen.«
In diesem Haus wohnte von 2001 bis 2003
IMRE KERTÉSZ
9. 11. 1929 – 31. 3. 2016

Der in Budapest geborene jüdische Schriftsteller überlebte
das Vernichtungslager Auschwitz und das KZ Buchenwald.
Sein 1975 veröffentlichter »Roman eines Schicksallosen«
thematisiert diese existenzielle Erfahrung.
2002 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und war von
2002 bis 2003 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Imre Kertész, geboren am 9. November 1929 in Budapest, wurde aufgrund antijüdischer Gesetze im Juli 1944 in Budapest verhaftet und zunächst in das Vernichtungslager Auschwitz, von dort in das Konzentrationslager Buchenwald und dessen Außenlager Tröglitz verschleppt. Nach der Befreiung kehrte er 1945 nach Budapest zurück und arbeitete als Journalist und Autor. In seinen Werken thematisierte er immer wieder diese KZ-Erfahrungen, so in seinem 1996 auf Deutsch publizierten Werk „Roman eines Schicksallosen“ und dem Werk „Kaddisch für ein nicht geborenes Kind“ (deutsch 1992). Für sein Lebenswerk erhielt er im Oktober 2002 den Nobelpreis für Literatur. Im selben Jahr wählte ihn die Akademie der Künste in Berlin zum Mitglied. Im November 2012 wurde dort das Imre Kertész-Archiv öffentlich zugänglich gemacht.

Die Berliner Gedenktafel wurde am 4.11.2021, kurz vor Kertész' 92. Geburtstag angebracht, die Enthüllungsfeier entfiel pandemiebedingt.

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