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Ideal-Passage

Fuldastraße 55 - 56

Die
IDEAL-PASSAGE
- Modell sozialen Wohnens -
wurde im wesentlichen
von den Architekten
Paul Kind (24.7.1881 - 6.6.1945)
und
Willi Kind (14.1.1877 - Januar 1946)
erdacht und gebaut

Die Berliner Gedenktafel wurde am 17. September 1998 durch Bildungs- und Kulturstadtrat Michael Wendt enthüllt. Ende 2020 ist sie mit zwei Aufklebern neben dem Text – der weiterhin lesbar ist – beklebt.

Die Anlage der Wohnungsbaugenossenschaft "Ideal" entstand 1907/08 in Abkehrung von den bis dahin üblichen Mietskasernen. Eine neue Qualität des Wohnens wurde durch die platzartige Gestaltung der Innenhöfe erreicht. 

Zu einem späteren Zeitpunkt wurden von der Genossenschaft jeweils links neben den Zufahrten in der Fuldastraße und Weichselstraße textidentische Bronzetafeln mit folgender Inschrift angebracht:

Häuser und Grünanlagen mit Licht,
Luft und Sonne zum gesunden Wohnen
Die IDEAL-Passage wurde in den Jahren 1907/08 nach
Plänen der Rixdorfer Architekten
Willy(!) Und Paul Kind errichtet. Als Bauherren traten für den mittleren Teil der Passage die
„Allgemeine Ortskrankenkasse für Rixdorf” und für die an der Fulda- und Weichselstraße
gelegenen Gebäudeteile die „Rixdorfer Baugenossenschaft IDEAL” auf.
Beide Unternehmen fühlten sich reformerischen Ideen verpflichtet, weshalb sie die
ursprünglich 203 Wohnungen mit einer Entstaubungsanlage, mit Zentralheizung und
Warmwasserversorgung sowie zum überwiegenden Teil mit Badegelegenheiten ausstatteten.
Die Rixdorfer Baugenossenschaft IDEAL war am 9. April 1907 von Vorstandsmitgliedern
und Angestellten der AOK Rixdorf gegründet worden, da der damalige Stadtrat von Rixdorf
der Krankenkasse die Errichtung des gesamten Baukomplexes untersagt hatte. Deshalb ist
die IDEAL-Passage auch der traditionsreichste Bauteil der Genossenschaft.

Oben rechts auf den Tafeln ist jeweils das Symbol der Genossenschaft wiedergegeben.

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