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Hugo Haase

29. September 1863 in Allenstein, Ostpreußen; 7. November 1919 in Berlin

Karl-Liebknecht-Straße

An diesem Ort
stand das Haus
Kaiser-Wilhelm-Straße
3.
Hier befanden sich
von 1912 bis 1917
Wohnung und
Anwaltskanzlei
von
Hugo Haase.

Hugo Haase 1863-1919
Der Rechtsanwalt und Politiker stammte aus
Königsberg in Ostpreußen. Er war Reichstagsabgeordneter,
von 1912 bis 1916 Vorsitzender der
Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
und von 1917 bis 1919 Vorsitzender der
Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.
Im November und Dezember 1918 gehörte er dem
Rat der Volksbeauftragten - der Revolutionsregierung - an.
Er starb an den Folgen eines Attentats.

„Der Kampf gegen den Krieg, das Morden, die Lüge war ihm
nicht nur Sache des Verstandes,
es war ihm Sache des Herzens.“
Rudolf Hilferding

Die Enthüllung der auf einem Granitrandstein der Rasenfläche des Marx-Engels-Forum befestigten Edelstahltafel (Gestaltung Erika Klagge) fand am 142. Geburtstag Haases (29.9.2005) in Anwesenheit der Historikerin Prof. Dr. Helga Grebing statt. Sie ist trotz roter Inschrift schlecht wahrnehmbar und verlockt zum Darüberhinweglaufen.

Der auf der Tafel angegebene Geburtsort ist falsch, allerdings war Königsberg Haases politische Heimat. Er zog als einer der beiden Parteivorsitzenden nach Paul Singers Tod nach Berlin. 1915 erklärte er sich öffentlich gegen den Krieg und war an der Gründung der USPD beteiligt. In der Nähe des Reichstagsgebäudes trafen ihn drei Schüsse eines Attentäters, an deren Folgen er vier Wochen später starb. Beigesetzt wurde er auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde (Grabstein heute in der Gedenkstätte der Sozialisten), Gudrunstraße 20. 

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