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Hermann Stöhr

Stettin 4.1.1898 - Berlin-Plötzensee 21.6.1940

Hermann-Stöhr-Platz

Hier wirkte von 1923 - 1931
in der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin Ost
HERMANN STÖHR
4.1.1898 - 21.6.1940
Der überzeugte Christ und Pazifist
engagierte sich für sozial gefährdete Jugendliche
1939 verweigerte er den Waffendienst
in der Wehrmacht und
wurde deshalb in Berlin-Plötzensee hingerichtet

Die in den 7,2 t schweren Findling eingelassene Tafel aus einer Messinglegierung wurde Anfang 2000 eingeweiht. Sie ersetzt die am 100. Geburtstag enthüllte Berliner Gedenktafel am selben Ort, die von Unbekannten ein Jahr zuvor zerstört wurde. Deren Inschrift war bis auf marginale Änderungen mit der heutigen identisch:
Hier wirkte von 1923 bis 1931
in der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost
HERMANN STÖHR
4.1.1898 - 21.6.1940
Der überzeugte Christ und Pazifist
engagierte sich für sozial gefährdete Jugendliche
1939 verweigerte er den Waffendienst
in der Wehrmacht und
wurde deshalb in Berlin-Plötzensee hingerichtet
Die Erfahrungen des ersten Weltkriegs machten aus dem Kriegsfreiwilligen und Marineoffizier einen überzeugten Pazifisten. Bei Kriegsausbruch 1939 verweigerte er sich dem Militärdienst. Auch die Möglichkeit eines „harmlosen" Postens im Militär lehnte er kompromisslos ab. „Es kam ihm darauf an, ‘Nein’ zu sagen. Ein ‘Nein’ zu Hitler, seinem System und vor allem zum Krieg. ... Obwohl das Reichskriegsgericht alle Anstrengung machte, um Stöhr von seinem Entschluss abzubringen, stand er zu seinen pazifistischen Grundsätzen." (Hans-Rainer Sandvoß, Widerstand in einem Arbeiterbezirk, Berlin 1983, S. 75) Er wurde zum Tode verurteilt und im Gefängnis Plötzensee enthauptet. Beigesetzt wurde Stöhr auf dem St. Johannis-Friedhof II, Wedding, Seestraße 126. Das Grab wurde wohl in der zweiten Hälfte der 70er Jahre eingeebnet. Es gibt dort inzwischen einen Gedenkstein (s.d.).

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