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Hermann Müller

Mannheim 18.5.1876 - Berlin 20.3.1931

Derfflingerstraße 21

»Solange man schnaufen kann, muß man kämpfen«
Hier – in der damaligen Ungerschen Klinik – starb
HERMANN MÜLLER
18.5.1876 – 20.3.1931
Reichskanzler der letzten parlamentarisch legitimierten
Reichsregierung der Weimarer Republik
Partei- und Fraktionsvorsitzender der SPD ab 1919
Als Reichsaußenminister hatte er den Mut
den Versailler Vertrag zu unterzeichnen
Gefördert durch den Parteivorstand und den Landesverband Berlin der SPD

Müller wurde bereits 1893 Mitglied der SPD. Seit 1899 war er Redakteur der „Görlitzer Volkszeitung" und bald auch Stadtverordneter in dieser Stadt. 1906 kam er in den SPD-Parteivorstand, 1916 wurde er Mitglied des Reichstags. Zusammen mit Otto Wels war er ab 1919 Parteivorsitzender und ab Juni 1920 erster sozialdemokratischer Außenminister. Nach dem Kapp-Putsch 1920 war er kurze Zeit Reichskanzler und anschließend Fraktionsvorsitzender. 1928 wurde er erneut Kanzler und bildete eine Große Koalition, die im März 1930 an einer geringen Erhöhung der Arbeitslosenversicherung scheiterte. Vergeblich versuchte er durch Tolerierung der Brüningschen Präsidialkabinette die Demokratie zu retten. Er starb infolge einer Lungenentzündung nach einer zunächst erfolgreich verlaufenen Gallenoperation.

Enthüllt wurde die in einem Edelstahlrahmen befestigte Berliner Gedenktafel am 18.5.2011 – Müllers 135. Geburtstag – in Anwesenheit von rd. 120 Gästen. Es sprachen der Historiker und Initiator der Tafel Dr. Bernd Braun, der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag und ehemalige Außenminister Dr. Frank Walter Steinmeier. Die Urne mit Müllers Asche wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20, beigesetzt. Der Grabstein ist seit 1951 integriert in die Mauer der Gedenkstätte der Sozialisten.

Aus ungeklärten Gründen wurde die Tafel am 9.2.2016 zerschellt auf dem Bürgersteig aufgefunden. Es gelang, eine identische Ersatztafel – wie schon die erste Tafel – durch Bundes- und Landes-SPD zu finanzieren. Diese wurde am 22.11.2017 angebracht.

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