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Heinrich von Kleist

Frankfurt (Oder) 10.10.1777 - Berlin 21.11.1811

Mauerstraße 53

An dieser Staette
wohnte der Dichter
Heinrich von Kleist
vom Herbst des Jahres 1809
bis zu seinem Tode
am 21. November 1811.
Seinem Andenken
die Stadt Berlin 1890.

Ursprünglich befand sich die Tafel in Höhe des ersten Stockwerks links. Am Ort des gemeinsamen Todes mit seiner Geliebten Henriette Vogel ist Kleist auch begraben (Wannsee, Bismarckstraße). Die Geschichte des dortigen Steins bleibt erwähnenswert, auch wenn es sich eigentlich um einen Grabstein handelt (nachzulesen ist sie im Märkischen Museum). Ein erster Stein wurde 1843 aufgestellt. 1862 wurde er auf Initiative des Schriftstellers Max Ring um einen marmornen Stein (Fa. Kessel & Rohr) erweitert, dieser aber mit falschem Geburtsjahr versehen:
Heinrich von Kleist
geb. 10. October 1776
gest. 21. November 1811.
Er lebte sang und litt
in trüber schwerer Zeit;
er suchte hier den Tod,
und fand Unsterblichkeit.
Matth. 6, v. 12.
Zu den Olympischen Spielen 1936 wurde der Ort in das Besichtigungsprogramm aufgenommen, beide Steine entfernt, der von 1862 kam ins Märkische Museum. Es folgte ein neuer Stein mit dem Zitat von Ring. 1941 überarbeitete man den Grabstein, nun versehen mit einem Zitat aus dem „Prinz von Homburg“, allerdings wieder mit falschem Geburtsdatum. Erst in den fünfziger Jahren wurde das Geburtsjahr korrigiert, in den sechziger Jahren der Geburtstag verändert. Seit dem 9. Mai 2003 gibt es eine Grabplatte für Henriette Vogel. Im November 2011 wurden die neugestaltetete Anlage am Grabstein sowie eine neue Durchwegung von der Königstraße zur Bismarckstraße freigegeben.

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