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Harro Schulze-Boysen

Kiel 2.9.1909 - Berlin-Plötzensee 22.12.1942

Niederkirchnerstraße

Wenn wir auch sterben sollen,
So wissen wir: Die Saat
Geht auf. Wenn Köpfe rollen, dann
Zwingt doch der Geist den Staat.
Harro Schulze-Boysen
2.9.1909

Die Inschrift besteht aus einzelnen in der Fassade befestigten Bronzebuchstaben. Löcher in der Wand lassen vermuten, dass die Ziffern, die das Todesdatum angaben, und ein unterer Teil der Inschrift (s.u.) bereits wenige Tage nach der Enthüllung der Inschrift von Unbekannten entfernt wurden. Die schlecht wahrnehmbaren Bronzebuchstaben ersetzen eine Plexiglasscheibe, die an gleicher Stelle, an der Außenwand des Flachbaus zwischen dem Detlev-Rohwedder-Haus und dem Abgeordnetenhaus von Berlin über der achten kreisrunden Fensteröffnung (von links, ziemlich genau gegenüber dem einstigen Haupteingang des Gestapohauptquartiers) angebracht war. Diese trug die Inschrift:

Wenn wir auch sterben sollen,

so wissen wir: Die Saat

geht auf. Wenn Köpfe rollen, dann

zwingt doch der Geist den Staat.

Harro Schulze-Boysen

2.9.1909 - 22.12.1942

Glaubt mit mir an die gerechte Zeit, die alles reifen lässt! 

Diese Tafel befand sich hier von Dezember 1992 bis zum Diebstahl durch Unbekannte im Oktober 1993. Am 26. Juli 1994 wurde vom Verein Berliner Brücke erneut provisorisch eine Gedenktafel gleichen Textinhalts in Anwesenheit von Parlamentspräsidentin Hanna-Renate Laurien und dem Bruder von Harro Schulze-Boysen, Hartmut Schulze-Boysen, angebracht. Nach der endgültigen Zustimmung zur Anbringung durch den Bund als Eigentümer wurde die Inschrift erneut am 20. November 1994 in Anwesenheit von Dr. Hans Coppi, dem Bruder von Libertas Schulze-Boysen, Johannes Haas-Heye, und dem Schauspieler Werner Dissel, eines Freundes des Ehepaares Schulze-Boysen, angebracht.

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