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Golgathakirche

Borsigstraße 6

Seit 1867 stand hier inmitten eines rasch wachsenden Industriegebietes die Golgatha-Kapelle.
1900 wurde auf demselben Grundstück diese Kirche im neogotischen Stil nach Plänen des
Oberbaurates Max Spitta errichtet. Die neue Golgathakirche hatte für eintausend Besucher Platz.
Aus derselben Zeit stammt auch die von der Firma Sauer hergestellte Orgel, die später einige
Umbauten erfahren hat.
Durch einen Bombenangriff 1943 wurden sämtliche Fenster und ein Teil des Gewölbes mit
Straßengiebel zerstört. Die Orgel, die Kanzel und das Taufbecken blieben erhalten. Das Altarbild,
gemalt von Ernst Christian Pfannschmidt, war sichergestellt worden.
Zum Erntedankfest 1949 konnten in der Kirche wieder Gottesdienste gefeiert werden. Im Zuge
weiterer Renovierungen wurden 1966 Betonglasfenster in die Kirche eingebaut und der
Ornamentschmuck der Wände weiß überstrichen.
An diesem Ort fanden in den Jahren 1988/89 verschiedene Veranstaltungen von
DDR-Oppositionellen und kirchlichen Friedensgruppen statt.
2015

Die mattierte, fast quadratische Kunststofftafel ist auf der Ziegelsteinmauer rechts neben dem Haupteingang der Kirche befestigt.

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