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Georg Schweinfurth

Riga 29.12.1836 - Berlin 19.9.1925

Willmanndamm 3

An diesem Ort lebte von 1909 bis zu seinem Tode
der Botaniker und Afrika-Forscher
GEORG SCHWEINFURTH
29.12.1836 - 19.9.1925
Von bleibender Bedeutung ist seine Erforschung
der Pflanzenwelt der Nilländer

Der Sohn eines Weinhändlers studierte von 1856-1862 an den Universitäten Heidelberg, München und Berlin Naturwissenschaften. Ab 1864 erkundete er in mehreren Reisen die afrikanischen Küstenregionen des Roten Meeres, Oberägypten, den östlichen Sudan, die arabische und die libysche Wüste. 1869-71 bereiste Schweinfurth das Quellgebiet des Nil und seiner westlichen Zuflüsse. 1887 fuhr er mit Heinrich Schliemann und Rudolf Virchow in das Fayyum. 1872 begründete er das Institut Egyptien (Ägyptische Geographische Gesellschaft) in Kairo und unternahm von dort aus zahlreiche weitere Forschungsreisen. 1889 kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich in Berlin nieder.

Einer seiner Verdienste besteht in der frühen Sammlung von pflanzlichen Funden bei archäologischen Ausgrabungen, die damals nicht auf besonderes Interesse stießen. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a. "Im Herzen von Afrika", "Auf unbetretenen Wegen in Ägypten" und "Afrikanisches Skizzenbuch". In seinen Aufzeichnungen äußerte sich der Forscher abfällig und rassistisch gegenüber der nordafrikanischen Bevölkerung, er versuchte unter anderem Beweise für das schon damals widerlegte Vorkommen von Kanibalismus aufzuführen.

Begraben ist der Forscher im Botanischen Garten, Lichterfelde, unweit des Zugangs am Königin-Luise-Platz.

Die Berliner Gedenktafel ist in einem Edelstahlrahmen rechts neben dem Eingang des Nachkriegshauses befestigt.

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