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Fußballroute - 2:81 Hanne-Sobek-Sportanlage

Osloer Straße 62

Derbys auf Bezirksebene ziehen in Zeiten
der Berliner Stadtliga ein großes Publikum.

Die Hanne-Sobek-Sportanlage wird 1999 nach dem
Berliner Sportidol benannt, das in den 1920er und
1930er Jahren mit Hertha BSC seine größten Erfolge
erreichte. Ursprünglich unter dem Namen »Sportring
Wedding« eröffnet, ist sie seit den 1950er Jahren
Schauplatz zahlreicher Derbys auf Bezirksebene,
die selbst in den unteren Spielklassen ein großes
Publikum ziehen. Traditionsreiche Vereine des Nordens
wie der BFC Alemannia 90, Wacker 04, SV Norden-
Nordwest, Reinickendorfer Füchse oder VfL Nord und
BFC Nordstern, die 1973 zur SV Nord-Nordstern, sowie
Rapide Wedding, die 2001 wiederum gemeinsam
zur SV Nord Wedding fusionieren, spielen in Zeiten
zunehmender TV-Präsenz des Fußballs vor immer
weniger Zuschauern. Die Sportanlage ist lange Zeit
Heimstätte des BFC Meteor 06, wo der spätere
Weltmeister und Weltstar Thomas Häßler das Fuß-
ballspielen erlernt. Von 1986 bis 1988 kickt hier auch
die erste Mannschaft von Hertha BSC, als das Team
in die Amateur-Oberliga absteigt und das Olympia-
stadion zu groß ist. Da der Zuschauerzuspruch in
der dritten Spielklasse größer ist als gedacht, zieht
der Club ins Poststadion.

(Bildunterschriften:)

In den 1970er und 1980er Jahren feiern die Frauen vom BFC
Meteor 06 einige Erfolge. Zwischen 1978 und 1985 gewinnt
die Mannschaft fünf Mal die Berliner Meisterschaft, in der Saison
1980/81 unterliegen die Fußballerinnen im Halbfinale des
DFB-Pokals TuS Wörrstadt, der 974 erster offizieller deutscher
Meister im Frauenfußball war.

In der unweit gelegenen Justizvollzugsanstalt Plötzensee ist
Fußball eine beliebte Beschäftigung der Insassen und Mittel
der Resozialisierung. Namentlich die Sepp-Herberger-Stiftung
engagiert sich gemeinsam mit dem Berliner Fußball-Verband
bereits seit Jahren darum, insbesondere straffällig gewordenen
Jugendlichen eine neue Perspektive aufzuzeigen.

Hanne Sobek ist nach Abschluss seiner aktiven Laufbahn als
Sportreporter und als Trainer tätig. Er trainiert die West-Berliner
Stadtauswahl sowie 1955 sogar für kurze Zeit eine Gesamt-
Berliner Auswahl. Mit seinem ehemaligen Verein Hertha BSC
gewinnt er 1961 und 1963 die Berliner Meisterschaft, wodurch
sich die Mannschaft für die Bundesliga qualifiziert.

(auf der anderen Seite unter dem Orientierungsplan:)

Derbies on the district level
attract large crowds during the
games of the Berlin city league.

The Hanne-Sobek-Sportanlage was named in 1999
after the Berlin sports idol who achieved his greatest
successes in the 1920s and 1930s with Hertha BSC.
Originally opened under the name »Sportring
Wedding« the facility since the 1950s has been the
venue of numerous district-level derbies that draw
large crowds even in the lower leagues. Long-
standing clubs from Berlin’s northern area, among
them the BFC Alemannia 90, Wacker 04, SV Norden-
Nordwest, Reinickendorfer Füchse, and VfL Nord with
the BFC Nordstern, two clubs that merge in 1973 into
the SV Nord-Nordstern, as well as Rapide Wedding,
which in 2001 merged with the SV Nord Wedding
held matches on the facility’s fields in front of
dwindling numbers of spectators, a development due
to the growing presence of football on German TV.
The facility long remained the home of the BFC
Meteor 06, the club where Thomas Häßler, later a
world champion and world star, learned to play
football. Hertha BSC also played here from 1986 to
1988 when the team was relegated to the amateur
fourth division and the Olympic stadium proved too
large for the small number of spectators. Since the
Poststadion, which the team had used at other times,
was in serious need of rehabilitation, the Hanne-
Sobek-Sportanlage occasionally hosted the club.

Die FUSSBALL ROUTE BERLIN existiert seit Mai 2015; sie führt in drei Routen zu 40 Orten in der Stadt und macht die Geschichte des Fußballs erfahrbar. Sie ist ein Projekt von Sport:Kultur e.V. auf Initiative des Berliner Fußball-Verbandes.

Aus Gründen des Denkmalschutzes können nicht alle Tafeln im Stadtraum aufgestellt werden; an einigen Standorten sind alternativ demnächst Bodenplatten zu finden. Konkrete Hinweise dazu sowie zusätzliche Tondokumente, Literaturhinweise und weitere Informationen unter: www.fussballrouteberlin.de sowie auf den Tafeln „0:0 Brandenburger Tor“ und "Fußballroute - 1:3 Askanisches Gymnasium".

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