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Fußballroute - 1:6 BFV-Gründungsort

Bergmannstraße 107

Die Gründung des Berliner Fußball-Verbandes
sichert dem Sport Kontinuität und Akzeptanz.

Im »Dustren Keller« in der Bergmannstraße,
der Vereinskneipe des BFC Preussen von 1894,
gründen die Vertreter von sechs Berliner Vereinen
am 11. September 1897 den Verband Deutscher
Ballspielvereine (VDB), der sich später in Verband
Berliner Ballspielvereine umbenennt und als Berliner
Fußball-Verband bis heute existiert. Die Ver-
sammlung findet in geselligem Rahmen statt, wie
überhaupt die jungen Fußballer Wert auf Kamerad-
schaft und respektvollen, freundschaftlichen Umgang
miteinander legen. Nachdem in der Anfangszeit
zahlreiche Verbände miteinander konkurriert hatten
und in den 1890er Jahren zunächst der Deutsche
Fußball- und Cricket-Bund die Entwicklung bestimmte,
bewirkt die strenge Führung des VDB einen Qualitäts-
sprung in der Selbstorganisation des Fußballs. Die oft
noch ungestüme Spielfreude wird zunehmend in
Strukturen gefasst, was dem Sport Kontinuität und
Akzeptanz sichert.

(Bildunterschriften:)

Mit zunehmender Regelmäßigkeit des Spielbetriebs und
verstärktem Bemühen um gesellschaftliche Anerkennung
verfestigen sich auch die Regeln im Fußball. Während in
der Anfangszeit das Spiel noch roh schien und oftmals
die Modalitäten erst im Vorfeld der jeweiligen Begegnung
ausgehandelt wurden, findet nun eine weitgehende
Vereinheitlichung statt.

Die Vereine entwickeln zunehmend Selbstbewusstsein und
verstärken ihr öffentliches Auftreten. Dazu tragen auch die Erfolge
auf lokaler und überregionaler Ebene bei. Der BTuFC Britannia
1892 ist nicht nur erster Meister im Verband Deutscher
Ballspielvereine, sondern 1904 auch die erste Berliner
Mannschaft, die sich für das Endspiel um die Deutsche
Meisterschaft des DFB qualifiziert.

Die wachsende Ausdehnung hat auch Auswirkungen
auf den Sport und seine Vereine. Vor dem Ersten Weltkrieg
ziehen zahlreiche Vereine vor die Tore der Stadt, weil sie nur
dort geeignete Spielstätten schaffen können. Später bewirkt
das anhaltende Wachstum der Stadt eine stetige Verdrängung.
Um neue Mitglieder zu werben, ergreifen die Clubs gezielte
Maßnahmen.

(ohne Foto - auf der anderen Seite, unter dem Orientierungsplan:)

With the founding of the Berlin
football association, the sport’s
continuity and acceptance were
assured.

On September 11, 1897, representatives of six Berlin
football clubs gathered in the local pub of the BFC
Preussen from 1894 (Berlin football club Preussen
from 1894) – a pub in Bergmannstraße called
»Dustrer Keller« – and there they founded the Ver-
band Deutscher Ballspielvereine (VDB, association of
German ball sports clubs). The association later rena-
med itself the association of Berlin ball sports clubs;
it is still in existence today under the name Berliner
Fußball-Verband (BFV, Berlin football association).
From the outset, the meetings were relaxed gathe-
rings in a friendly atmosphere; in general, the young
football players cherished camaraderie, respect, and
friendliness in dealing with each other. After rivalries
between several clubs in the early years, in the 1890s
the sport’s development was initially guided by the
Deutsche Fußball- und Cricket-Bund (German football
and cricket association); the VDB’s firm leadership sub-
sequently greatly advanced the self-organization of
football. More and more, the brash enthusiasm for the
game was guided into organized structures, which in
turn ensured growing acceptance and continuity for
the sport of football.

Die FUSSBALL ROUTE BERLIN existiert seit Mai 2015; sie führt in drei Routen zu 40 Orten in der Stadt und macht die Geschichte des Fußballs erfahrbar. Sie ist ein Projekt von Sport:Kultur e.V. auf Initiative des Berliner Fußball-Verbandes.

Aus Gründen des Denkmalschutzes können nicht alle Tafeln im Stadtraum aufgestellt werden; an einigen Standorten sind alternativ demnächst Bodenplatten zu finden. Konkrete Hinweise dazu sowie zusätzliche Tondokumente, Literaturhinweise und weitere Informationen unter: www.fussballrouteberlin.de sowie auf den Tafeln „0:0 Brandenburger Tor“ und "Fußballroute - 1:3 Askanisches Gymnasium".

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