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Filmfachblatt "Lichtbildbühne"

Friedrichstraße 225

In diesem Gebäude befanden sich seit 1924 die Verlagsräume der
»LICHTBILDBÜHNE«
Das bereits seit 1908 erscheinende Filmfachblatt richtete sich
an Kinobetreiber, Verleiher und Produzenten
Der Herausgeber Karl Wolffsohn wurde nach 1933 gezwungen
seinen Verlag und sonstigen Besitz unter Wert zu verkaufen
oder entschädigungslos abzugeben, weil er Jude war
1939 floh er nach Palästina und kehrte 1949 nach Berlin zurück
Gefördert durch die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft

Karl Wolffsohn (Wollstein/Provinz Posen [Wolsztyn/Polen] 16.5.1881 - Berlin 6.12.1957) war nicht nur Verleger, sondern auch Mitgründer und -eigentümer der berühmten Berliner Varietés „Scala" und „Plaza", Eigentümer des modellhaften Kinos „Lichtburg" und (später auch) der Gartenstadt Atlantic (am Bahnhof Gesundbrunnen). Nach über halbjähriger Gestapohaft gelang ihm 1939 die Flucht nach Palästina. Seinen von den Nationalsozialisten geraubten Besitz bekamen er und seine Erben nur sukzessive und nicht komplett zurück.
Die Verlagsräume waren in einem Haus am Ort des nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten heutigen Gebäudekomplexes.
Zur Enthüllung der Berliner Gedenktafel am 9.11.2015 sprachen Kulturstaatssekretär Tim Renner, der Leiter Konzernkommunikation der GASAG, Rainer Knauber, und der Enkel des Herausgebers der „Lichtbildbühne", Prof. Dr. Michael Wolffsohn, in Anwesenheit etlicher Familienangehöriger. Befestigt ist sie in einem Edelstahlrahmen links im Windfang des Hauseingangs.

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