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Erich Hermann

4.2.1914 - Berlin 31.12.1932/1.1.1933

Erich-Hermann-Platz

Auf diesem Platz wurde in der Silvesternacht 1932/33
der 18-jährige Kommunist Erich Hermann durch einen SA-Mann erstochen.
Dieser Mordakt steht exemplarisch für den Zivilisationsbruch, der bereits
vor der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933
seinen Anfang genommen hatte.
Die Beerdigung Erich Hermann am 10. Januar 1933 war eine der
letzten großen Demonstrationen von Kommunisten, Sozialisten
und Sozialdemokraten gegen den Nationalsozialismus.
Der Täter kam aus dem nahegelegenen SA-Lager.
Er wurde im März 1933 - der neuen Zeit entsprechend - vom
Landgericht in Berlin freigesprochen.

Am 20.4.2003 berichtete die Berliner Morgenpost: "Der Antrag der SPD-Fraktion, den namenlosen Platz an der Ecke Wünsdorfer/Blohmstraße nach dem Jungkommunisten Erich Hermann zu benennen, wurde im Kulturausschuss von Tempelhof-Schöneberg angenommen. Gleichzeitig soll eine Gedenktafel für den damals 18-Jährigen aufgestellt werden, der in der Silvesternacht 1932/33 am früheren Kaiser-Friedrich-Platz vom SA-Angehörigen Fritz Osthof erstochen wurde." Die Benennung erfolgte am 4.5.2005, die Gedenktafel wurde zu einem kleinen, weißen Schild unter dem Straßenschild gegenüber der Ecke Blohmstraße / Prinz-Heinrich-Straße. Der Ursprung des Antrags der SPD geht nach eigenen Angaben auf eine Initiative der "Berliner Geschichtswerkstatt e.V., Projektgruppe Geschichtswerkstatt Lichtenrade" zurück. Bereits kurz nach dem Ende des NS-Regimes soll es auf dem Platz eine Holztafel zur Erinnerung an Erich Hermann gegeben haben.

Die Gedenktafel steht dort, wo Wünsdorfer Straße, Blohmstraße und Prinz-Heinrich-Straße am Erich-Hermann-Platz zusammenführen.

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