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Carl Bolle

Milow b. Premnitz 1.9.1832 - Berlin 28.9.1910

Alt-Moabit 98/99

Auf diesem Gelände befand sich ab 1886 die Meierei von
CARL BOLLE
1.9.1832 - 28.9.1910
Die Berliner nannten ihn »Bimmel-Bolle«
Seine weißen Verkaufswagen galten als Markenzeichen für
hohe Hygienestandards, strenge Qualitätskontrollen
sowie zuverlässige Lieferungen
Gefördert durch die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft

Nach mehreren Versuchen in unterschiedlichen Unternehmungen stieg der Maurermeister in das Milchgeschäft ein. Seine ersten drei Milchwagen rollten 1881 durch Berlin. Die jungen Lieferfahrer, die ihr Kommen mit einer Glocke ankündigten, wurden ebenso wie die weißen Wagen zu einem Begriff. Die Glocken führten zu dem Spitznamen „Bimmel-Bolle" und eine Glocke schwang auch die aus den Buchstaben des Namens gebildete Figur als Firmensymbol. Mit wachsendem Erfolg expandierte die Firma und siedelte sich schließlich im Laufe des Jahres 1886 auf dem Grundstück Alt-Moabit 98-103 an, wo der Firmengründer auch wohnte und starb. Zu seinem Tod schrieb eine Zeitung, dass es ihm gelang, „aus eigener Kraft mit eisernem Fleiß sein Werk zu der jetzigen achtunggebietenden Höhe zu entwickeln. In dem Unternehmen sind zurzeit etwa 2 500 Menschen beschäftigt. Es dienen dem Verkehr zwischen der Zentrale und dem Publikum gegenwärtig 270 der bekannten, im Straßenbilde Berlins typischen weißen Wagen. Der gegenwärtige Umsatz beträgt täglich etwa 120 000 Liter Milch." (Berliner Tageblatt, Abendausgabe, 28.9.1910, S. 5) Die Berliner Gedenktafel ist in einem Edelstahlrahmen etwa in der Mitte der Ostfront des stehengebliebenen Gebäudes der „Alten Meierei" befestigt. Enthüllt wurde sie am 105. Todestag Bolles, dem 28.9.2015, durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (der ein Grußwort sprach), der Vorstandsvorsitzenden der GASAG, Vera Gäde-Butzlaff (die ebenfalls ein Grußwort vortrug), den ehemaligen Landeskonservator von Berlin, Prof. Dr. Helmut Engel (der die Festrede hielt) und KPM-Geschäftsführer Jörg Woltmann.
Das Mausoleum Bolles befindet sich auf dem Alten St. Matthäus-Friedhof, Schöneberg, Großgörschenstraße 12-14, an der Mauer zur Monumentenstraße.

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