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Birger Forell

Söderhamn 29.7.1893 - Borås 4.7.1958

Landhausstraße 26

Birger Forell

1929-42 schwedischer Pfarrer in Berlin

Schützer und Retter Helfer und Freund

vieler Verfolgter der deutschen

1933-45 Kriegsgefangenen

in England

Er schuf die
"Deutsch-schwedische Flüchtlingshilfe", um
ver­triebenen Bauern neue Heimat zu geben
Seiner Entschlossenheit ist die Gründung
der Flüchtlingsstadt Espelkamp zu danken

Die Schwedische Victoriagemeinde lieferte folgende Angaben zu Forells Leben, der in der Bewegung "Bekennende Kirche" engagiert war: "Am 29. Juli 1893 in Söder­hamn geboren, zuerst Ausbildung zum Handelsschul­lehrer, ab 1916 Theologiestudium in Uppsala, 1919/20 auch in Tübingen und Mar­burg. 1920 Ordination. 1921-26 Seemannspastor in Rotterdam, danach drei Jahre Pfarrer in der Nähe von Uppsala. 1927/28 Auf einer Forschungsreise durch Indien mit Professor Rudolf Otto (seinem Lehrer aus Marburg) kommt er in Berührung mit Gandhi, wird Mitarbeiter der ' Frie­densbewegung der Weltreli­gionen'. 1929-42 Gesandt­schaftspfarrer und Pastor der Schwedischen Victo­riagemeinde in Berlin. 1942 auf Drängen der Nationalsozialisten abberufen, weil er als Retter und Be­schützer vieler rassisch und politisch Verfolgter zu unbe­quem geworden war. Ab 1942 Hauptpa­stor in Borås. Verschiedene Aufträge in dieser Zeit, u.a. Be­treuung deutscher Kriegsgefange­ner in England (1943 Berufung durch den Weltkirchenrat). Ab 1951 widmet er sich ganz der Hilfstätigkeit in Deutsch­land. Stationen dieser Arbeit: 1948 'Griepenberg-Stiftung' (Kurse und Besuch für Ausländer in Schwe­den, um die Verständigung zu fördern), Grün­dung der Flüchtlings­stadt Espelkamp, 1952 Deutsch-schwedi­sche Flüchtlingshilfe gegrün­det. (4.7.)1958 gestorben. 1956 Verlei­hung des Ehrendok­tors der Universität Marburg für seine Ver­dienste um Deutsch­land."

Enthüllt wurde die Tafel am 25.1.1961 von Pastor Primarius Olle Nystedt und Bischof Otto Dibelius. Eine zweite Tafel er­in­nert an den schwe­dischen Geist­li­chen Erik Perwe (s. dort).

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