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Anwälte erinnern

Littenstraße 11

ANWÄLTE ERINNERN
ZUM GEDENKEN AN DIE DURCH DEN
NATIONALSOZIALISMUS UMGEKOMMENEN
RECHTSANWÄLTINNEN UND RECHTSANWÄLTE
2007

Die Gedenktafel befindet sich an der Straßenecke von Littenstraße und Voltairestraße. Die Inschrift ist auf einer bronzenen Bodenplatte in einem Feld aus Granitplatten. Auf diesem Feld im Hof des Hauses steht eine Plastik mit drei Messingtafeln, auf denen zum Zeitpunkt der Einweihung die Namen von 547 Verfolgten und ums Leben gebrachten eingetragen waren. Es ist möglich, zu einem späteren Zeitpunkt bei zusätzlichen Erkenntnissen im Rahmen der Geschichtsaufarbeitung weitere Namen hinzuzufügen.

Eingeweiht wurde die Gedenkanlage am 29. Januar 2007 in Anwesenheit von u.a. Hartmut Kilger (Präsident des DAV), Charlotte Knobloch (Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland), Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier (Präsident des Bundesverfassungsgerichts), Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz) und Gisela von der Aue (Senatorin für Justiz in Berlin). Gestaltet wurde die Anlage, die über einen öffentlichen Zugang von der Voltairestraße 3 aus jederzeit erreichbar ist, von der Münsteraner Künstlerin Gro Lühn.

Mit dem Mahnmal “‘Anwälte erinnern‘ gedenkt der Deutsche Anwaltverein (DAV) den vornehmlich jüdischen Anwältinnen und Anwälten, die in Deutschland durch den Nationalsozialismus den Tod gefunden haben.“ (Pressemitteilung des DAV) Im Gebäude des DAV können in einer Dokumentation weitere biographische Angaben eingesehen werden. Bei der Einweihung sagte DAV-Präsident Kilger u.a.: “Bei allem ist uns durchaus bewusst, dass Anwälte nicht nur Opfer, sondern auch Täter waren. Mit dem Mahnmal will der Deutsche Anwaltverein den Opfern ein Zeichen setzen und gleichzeitig die Diskussion und Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte anstoßen.” (zit. nach DAV-Presseinformation)

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