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Ali Aziz Efendi

Iraklion (Kandiye) 1749 - Berlin 29.10.1798

Urbanstraße 15

Unweit dieser Stelle befand sich von 1798 bis 1866
der türkische Begräbnisplatz. Als erster wurde beigesetzt
ALİ AZİZ EFENDİ
verstorben am 29. Oktober 1798, osmanischer Botschafter
in Preußen, Minister des Kaiserlichen Diwans,
oberster Schatzmeister von Anatolien,
als Schriftsteller Wegbereiter der türkischen Moderne.
Sein Buch »Muhayyelat« (Phantasien)
ist das erste im westlichen Stil verfaßte Werk
der türkischen Literatur.

Ali Aziz Efendi kam als Botschafter Selims III. am 4. Juni 1797 nach Berlin. Der damals neu angelegte türkische Begräbnisplatz befand sich auf dem Gelände der heutigen Carl-von-Ossietzky-Schule. Ein Monument für Ali Aziz Efendi befindet sich seit 1867 auf dem türkischen Friedhof am Columbiadamm in Neukölln (s.d.), der seit seiner Entstehung in türkischem (ursprünglich osmanischem) Staatsbesitz ist. Die Enthüllung der von Achmed Schmiede initiierten Berliner Gedenktafel durch Bezirksbürgermeister Peter Strieder war am 9.2.1995.

Die Tafel ist im Edelstahlrahmen in einen Stein eingelassen und mehrfach gesprungen. Eine vorgesetzte, Ende 2020 stark verwitterte Acrylglasscheibe schützt sie vor weiteren Beschädigungen und macht den Tafeltext schwer lesbar. Der genaue Standort ist im Vorgarten rechts neben dem Zugang zur Aziz-Nesin-Grundschule.

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