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Alexander von Humboldt / Wilhelm von Humboldt

Berlin 14.9.1769 - Berlin 6.5.1859 / Potsdam 22.6.1767 - Tegel 8.4.1835

Karolinenstraße (Tegeler Hafen)

(I)
Alexander von Humboldt 1769-1859
Universeller Naturwissenschaftler und bedeutendster Geograph der Neuzeit. 1799-1804 unternahm er seine berühmte Forschungsreise durch
Süd- und Mittelamerika. In 20-jähriger Arbeit in Paris wertete er die
Ergebnisse in seinem umfangreichen „Reisewerk” aus. Sein Hauptwerk
ist der 5-bändige „Kosmos”. Er war liberaler Berater von zwei
preußischen Königen und großzügiger Förderer junger Wissenschaftler.

(II)
Wilhelm von Humboldt 1767-1835
Universeller Geisteswissenschaftler. Bildungstheoretiker und -reformer,
liberaler Politiker und Diplomat, Begründer von Berliner Universität
und Altem Museum. Geprägt durch seinen Aufenthalt als Preußischer
Gesandter in Rom 1802-1808 versuchte er, die humanitätsidee der
Antike für die moderne Zeit fruchtbar zu machen. Er begründete die
noch heute gültige Sprachwissenschaft.

(III)
Die Brüder Humboldt verlebten im
Schloß Tegel sehr naturverbundene
Jugendjahre, die ihr ganzes
Leben prägten. Sie sind in der
Familiengrabstätte im Schloßpark
beigesetzt.

(IV)
Idee und Stiftung:
Alfred Gebauer

Oberhalb des Flachwasserbereichs des Tegeler Hafens steht seit dem Wochenende 26./27.4.1997 ein beiden Humboldt-Brüdern gewidmetes Denkmal. Auf der Bodenplatte sind an den Ecken vier bronzene Inschrifttafeln befestigt. Gestaltet wurde das Denkmal im Auftrag des Reinickendorfer Unternehmers Alfred Gebauer von dem Darmstädter Bildhauer Detlef Kraft. Die Kosten betrugen rund 200.000,- DM. Die Berliner Zeitung schrieb dazu am 28.4.1997: "‘Auf der ganzen Welt werden die Humboldts geehrt, doch ausgerechnet an dem Ort, an dem sie aufwuchsen, erinnert kein Denkmal an sie’, begründet Alfred Gebauer sein Engagement. Hinzu kommt: Es gab bisher kein Denkmal, das die Brüder gemeinsam bei der Arbeit zeigt." Mit dem Denkmal werden weltweit einmalig beide Brüder gemeinsam auf einem Podest dargestellt.

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