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Abraham Geiger

Frankfurt/Main 24.5.1810 - Berlin 23.10.1874

Rosenthaler Straße 40 (Hackesche Höfe)

»Durch Wissen zum Glauben«
Im Vorgängerbau dieses Hauses starb
ABRAHAM GEIGER
24.5.1810 - 23.10.1874
Historiker, Theologe und Reformer des Judentums
Der liberale Rabbiner forderte 1836 eine
»Jüdisch-Theologische Facultät« an einer deutschen Universität
und lehrte ab 1872 an der neuen
»Hochschule für die Wissenschaft des Judentums« in Berlin
Gefördert durch das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam

Geiger studierte in Heidelberg und Bonn Geschichte, alte Sprachen, Philosophie, Archäologie und Arabistik. Bereits 1833 erschien sein berühmtes Werk "Was hat Mohammed aus dem Judenthume aufgenommen?" Er wirkte als Rabbiner in Wiesbaden, Breslau, Frankfurt/Main und Berlin. 1870 war er Mitbegründer der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, an der er bis zu seinem Tod lehrte. Geiger war Herausgeber der "Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie" und der "Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben". Die Enthüllung der Berliner Gedenktafel fand anlässlich von Geigers 200. Geburtstag am 25.5.2010 statt. Sie ist links an der Wand im Durchgang zwischen Hof I und II der Hackeschen Höfe befestigt. Zur Enthüllung, bei der auch Nachfahren Geigers anwesend waren, sprachen u.a. Kulturstaatssekretär André Schmitz, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, und der Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam, Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka. Geigers Grab befindet sich in der Ehrenreihe auf dem Jüdischen Friedhof, Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 23-25.

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