https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Machler_Kurt_und_Fritz_2017.JPG
© Foto: Holger Hübner
https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Machler_Kurt_und_Fritz_2017.JPG https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Helenenhof_1_Walter_01.jpg https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Machler_Helenenhof_alt.jpg

In diesem Haus wohnten

KURT und FRITZ MACHLER

Der Werkstattschreiber Kurt Machler (8.1.1910-15.8.1942) und sein jüngerer Bruder

Fritz Machler (3.8.1912-7.3.2006), der als Posthelfer arbeitete, schlossen sich als junge

Männer der nationalsozialistischen Bewegung an. 1937 wurde Kurt allerdings wegen

“Interessenlossigkeit” aus der NSDAP ausgeschlossen, nachdem beide Brüder zuvor

schon die SA verlassen hatten. Nach Kriegsbeginn schrieben und vervielfältigten sie

heimlich Klebezettel und Flugblätter mit Parolen wie “Wir Rekruten meutern! Denkt

an 1918! Hitler verrecke!”. Am 10. August 1941 überraschten Hausbewohnerinnen

und Hausbewohner die Brüder beim Verteilen solcher Zettel und denunzierten sie.

Kurt Machler wurde am 12. Mai 1942 wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode

verurteilt und am 15. August 1942 in Plötzensee hingerichtet. Fritz Machler täuschte

eine Psychose vor, um einer Verurteilung zu entgehen, und überlebte bis zur Befreiung

1945 in den Wittenauer Heilstätten.

Zuerst angebracht am 5. April 1956 - überarbeitet und erneuert 1978, 1996 und 2017.