https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/2-Yorckbruecken-RS.jpg
© Foto: Aktives Museum
https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/2-Yorckbruecken-RS.jpg https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/2-Yorckbruecken-VS.jpg

2 Die Yorckbrücken

 

Die historischen Eisenbahnbrücken über die Yorckstraße sind ein

herausragendes Baudenkmal. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1883

und 1935 und veranschaulichen die Bedeutung der Eisenbahn als

wichtigstem Verkehrsmittel des Industriezeitalters.

Die Yorckstraße wurde 1883 angelegt, nach jahrzehntelangen

Planungen. Ursprünglich sollte sie als Teil des sogenannten »Generals-

zugs« in gerader Linie die Bülowstraße mit der Gneisenaustraße

verbinden. Dem standen die Interessen der damals privaten Eisen-

bahngesellschaften entgegen, die das betreffende Gelände für den Bau

von Personen- und Güterbahnhöfen mit ausgedehnten Gleisanlagen

nutzten. Die Yorckstraße musste nun mit einem Schwenk nach Süden

um das Terrain von Potsdamer Bahn, Anhalter Bahn und Dresdener Bahn

herumgeführt werden. Zugleich legte man das Bahngelände

höher und begann mit dem Bau von Gleisbrücken über die neue Straße.

Vor dem Zweiten Weltkrieg überspannten mehr als 40 Brücken die

Yorckstraße. Heute sind noch 26 Viadukte aus der Zeit vor 1935 erhalten.

Sie stehen seit 1993 unter Denkmalschutz.

 

2 (Bildunterschriften:)

 

Luftbild von 1928 mit Yorckbrücken und Gleisanlagen.

 

Die Markierung zeigt den geplanten »Generalszug« und den tatsächlichen

Verlauf der Yorckstraße um die Güterbahnhöfe herum.