https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Gedenktafel_Blu__cherstr_46-47__Kreuz__Gu__nter_Ko__nig.jpg
© Foto: OTFW, CC BY-SA 3.0

Günter König

12. Juli 1933 - 5. September 2015

Günter König war von 1989 bis 1992 Bürgermeister von Berlin-Kreuzberg. Er führte

den Bezirk durch die turbulente Zeit der Wiedervereinigung, bei der er Kreuzbergs

Wandlung vom Randbezirk West-Berlins zum innerstädtischen Bezirk Gesamt-

Berlins zum Wohl der Bevölkerung mitgestaltete.

1933 in Kreuzberg geboren, wuchs Günter König in einer politisch engagierten

Arbeiterfamilie auf, besuchte die Robert-Koch-Schule in der Dieffenbachstraße

und begann 1954 eine Laufbahn als Beamtenanwärter beim Bezirksamt Kreuzberg.

1956 trat er in den Deutschen Gewerkschaftsbund ein und wurde drei Jahre später

SPD-Mitglied. Von 1960 bis 1962 war er Büroleiter des Kreuzberger Bürgermeisters

Willy Kressmann und ab 1963 für dessen Nachfolger Günther Abendroth.

1971 wurde Günter König in die Kreuzberger Bezirksverordnetenversammlung

gewählt. 1975 wurde er Bezirksstadtrat für Jugend und Sport und leitete dieses Amt

bis 1989. Er richtete die Arbeit in den Jugendfreizeitheimen neu aus, die sich fortan

als soziale Lern-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen verstanden. Dadurch prägte er

nachhaltig die Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk und förderte außerdem die Kreuz-

berger Sportvereine, den Neubau von Kindertagesstätten und die Errichtung von

Spiel- und Sportplätzen. Gegen erhebliche Widerstände im Berliner Senat und mit

Unterstützung der Kreuzberger Bevölkerung setzte er den Bau des 1987 eröffneten

Sport- und Freizeitbads am Spreewaldplatz durch.

Aus gesundheitlichen Gründen trat Günter König 1992 nicht wieder zur Büerger-

meisterwahl an. Aber auch nach seiner Amtszeit setzte er sich weiter für die be-

lange von Kreuzberg ein. Bis 2008 war er Vorsitzender des Vereins zur Erforschung

und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs, Mitglied der Universal-Stiftung Helmut

Ziegner und des Bürgervereins Luisenstadt.