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Ziel der Deutschen Hochschule für Leibesübungen

ist die Ausbildung von Sportlehrern.

 

Im Deutschen Sportforum befindet sich seit 1925 die

Deutsche Hochschule für Leibesübungen, die anfangs

noch im Deutschen Stadion untergebracht war.

Ziel des 1920 gegründeten Instituts der Friedrich-

Wilhelm-Universität ist die systematische Ausbildung

von Sportlehrern und Trainern für verschiedene

Sportarten, weshalb Fächer wie Übungslehre,

Gesundheitslehre, Erziehungslehre und Verwaltungs-

lehre unterrichtet werden. Prominenter Absolvent ist

Sepp Herberger, der mit seiner Abschlussarbeit

»Der Weg zur Höchstleistung im Fußballsport«

das Lehrer-Diplom erwirbt. Nach 1933 wird das

Deutsche Sportforum Sitz des Nationalsozialistischen

Reichsbundes für Leibesübungen und seiner Fach-

ämter, zu denen auch das Fachamt Fußball gehört.

 

Mit der Errichtung der NS-Diktatur wird auch der Sport gleich-

geschaltet. Der Deutsche Fußball-Bund beschließt im Juli 1933

in Berlin, sich den neuen Machthabern voll unterzuordnen. DFB-

Präsident Felix Linnemann gliedert den Fußball-Verband in die

neuen Strukturen des Sports unter dem NS-Regime ein, denen

Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten vorsteht.

 

Otto Nerz, der mit Herberger bereits in Mannheim gemeinsam

Fußball gespielt hat, bestärkt den etwas jüngeren

Sportkameraden bei seinem Bestreben, Trainer zu werden.

Sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft wird

Herberger erst sein Assistent, dann sein Nachfolger. Nach dem

Ausscheiden der deutschen Auswahl aus dem olympischen

Turnier 1936 kommt es zum Bruch zwischen beiden, danach

verdrängt Herberger Nerz endgültig als Reichstrainer.

 

Im Zweiten Weltkrieg bleibt das Reichssportfeld bis auf den

Glockenturm von Zerstörungen weitgehend verschont, auch

das Olympiastadion ist nahezu unzerstört. Dagegen sind

die Schäden im Deutschen Sportzentrum beträchtlich, doch der

Gebäudekomplex ist im Wesentlichen erhalten.

 

 

Das Deutsche Sportforum

erlebt eine mannigfaltige Nutzung.

 

Das Gelände des Deutschen Sportforums erlebt

seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute

eine mannigfaltige Nutzung. Das Areal rund um

das Olympiastadion ist auch Austragungsort

des Schulsportwettbewerbs »Jugend trainiert für

Olympia«, der sich seit 1969 zum weltgrößten seiner

Art entwickelt. Die Jugendlichen messen sich in den

wesentlichen olympischen Sportarten, unter anderem

auch im Fußball. Neben der Sichtung und Förderung

talentierter Nachwuchssportler steht die Vermittlung

von Teamgeist, Fairness und Leistungsbereitschaft

im Mittelpunkt. Die erste offizielle Bundesfinal-

veranstaltung von »Jugend trainiert für Paralympics«

findet 2012 in Berlin und im Bundesleistungszentrum

Kienbaum bei Berlin statt.

 

Das britische Militär verlegt 1952 sein Hauptquartier in der von

den alliierten Siegermächten besetzten Stadt auf das Gelände des

Deutschen Sportforums. Die Soldaten verbringen ihre Freizeit mit

typisch englischen Sportarten wie Cricket, Rugby und natürlich

Fußball. 1994 – vier Jahre nach der Deutschen Einheit – ziehen

die Truppen ab.

 

Nach dem Abzug der Alliierten wird das Deutsche Sportforum

von der Stadt Berlin zum Olympiapark weiter entwickelt.

Hertha BSC verkauft die Goldstein-Villa im Berliner Stadtteil

Westend und firmiert mit der Geschäftsstelle seit der Saison

1997/98 an der Adresse Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus II.

In unmittelbarer Nähe zum Heimstadion befinden sich das

Trainingsgelände, das Amateurstadion und die 2001 für die

Nachwuchsförderung eröffnete Hertha-BSC-Fußballakademie.

 

Das Sportmuseum Berlin, das 1999 auf das Gelände

des Olympiaparks zieht und 2005 neue Räume für

Verwaltung und Depot erhält, verfügt über die

größte Sportsammlung Deutschlands. Im Rahmen

des Offiziellen Kulturprogramms der Stadt Berlin

anlässlich der FIFA WM 2006 präsentiert das

Haus als Teil der Stiftung Stadtmuseum Berlin die

Ausstellung »Berlin – Story of Football« im Lichthof

des Hauses des Deutschen Sports.

 

 

The mission of the German

university for physical exercise

(Deutsche Hochschule für Leibes-

übungen) was to train physical

education teachers.

 

Originally housed in the German Stadium, the German

university for physical exercise was transferred to

the German Sportforum in 1925. As an institute of

the Friedrich Wilhelm University, the university for

physical exercise had been established in 1920 to

provide systematic training of physical education

teachers and of trainers for various sports. Therefore,

the curriculum included subjects such as exercise

theory, hygiene, pedagogy, and administration.

One of the university’s most famous graduates was

Sepp Herberger, who earned his teaching diploma

there. His diploma thesis was entitled »The Path

to Peak Performance in Football«. After 1933 the

German Sportforum became the home of the

National Socialist Association for Physical Exercises

and its various departments, among them also

the department of football.

 

The German Sportforum finds

many different uses.

 

Since the end of the Second World War the grounds

of the German Sportforum have been used for a

variety of purposes. Among other uses, the area

around the Olympic stadium also is the site of

the school sports competition »Youth Training

for Olympics«, which was established in 1969 and

has since developed into the largest competition of

its kind in the world. The young athletes compete

in the essential Olympic sports, including football.

In addition to selecting and promoting talented

young athletes, the training focuses on teaching

team spirit, fairness, and motivation. The first official

national finals of »Youth Training for the Paralympics«

took place in Berlin in 2012 and in the Sports Centre

Kienbaum near Berlin.

 

 

Route 3 …

führt vom Brandenburger Tor in Richtung Westen

mit dem Endpunkt am Olympiastadion bzw. auf dem

Olympiagelände. Sie umfasst insgesamt 11 Stationen

und erschließt so unterschiedliche Orte wie Sport-

anlagen, öffentliche Plätze und Wohnhäuser. Inhalt-

lich behandelt dieses Teilstück sämtliche Epochen

der Berliner Fußballgeschichte, wobei neben dem

Fußball im ehemaligen West-Berlin ein wesentlicher

Schwerpunkt auf der Weimarer Republik sowie

der Zeit des Nationalsozialismus liegt. Besondere

Wichtigkeit kommt dabei natürlich dem gesamten

Ensemble des Olympiageländes hinsichtlich seiner

komplexen historischen wie auch seiner

sportpolitischen Bedeutung zu.

 

Route 3 …

runs west from the Brandenburg Gate and ends at

the Olympic stadium on the Olympic grounds. This

route has a total of 11 stations and includes a variety

of sites, such as sports facilities, public squares,

and homes. In terms of content, this route segment

covers all periods of Berlin’s football history, focusing

on football in the former West Berlin and also

particularly on football in the years of the Weimar

Republic and under National Socialism. Of particular

importance in this context is, of course, the entire

ensemble of the Olympic grounds due to its complex

historical significance and its role in sports policy.