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Die Entwicklung des Sports und der Medien

sind eng miteinander verbunden.

 

Seit den 1970er Jahren werden die beliebten Hallen-

fußball-Turniere in der anlässlich der Olympischen

Spiele 1936 errichteten und 2011 abgerissenen

Deutschlandhalle ausgetragen. Der Direktor dieses

wichtigen Berliner Veranstaltungsortes und spätere

Hertha-Präsident Heinz Warneke initiiert das erste

Profi-Turnier auf deutschem Boden, das vom 13. bis

17. Januar 1971 stattfindet und Gastgeber Hertha BSC

gewinnt. In der Folgezeit hat der »Budenzauber«

stets großen Zulauf. Eine veränderte Saisonplanung

des DFB und das Verletzungsrisiko auf Kunstrasen

sorgen jedoch dafür, dass viele Vereine ohne ihre

Stars antreten. Auch infolge der starken Zunahme

von Fußball-Übertragungen im Fernsehen verlieren

Hallenfußball-Turniere ab Ende der 1990er Jahre an

Popularität, wohingegen die vom Weltfußballverband

FIFA offiziell anerkannte und geregelte Variante

»Futsal« zunehmend Verbreitung findet.

 

Von Beginn an sind die Entwicklung des Sports und der Medien

eng miteinander verbunden, zumal beide von der Wechselwirkung

profitieren. In den 1920er Jahren, als der Fußball zum Massen-

sport wird, erlebt auch der Rundfunk seine erste Blüte. Später

begeistern legendäre Radio-Übertragungen die Menschen.

 

Bei der Weltmeisterschaft 1954 werden die Spiele live im

Fernsehen übertragen. Obwohl noch nicht viele Deutsche

ein Gerät besitzen, verfolgen Millionen Menschen das »Wunder

von Bern«. Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung des

Farbfernsehens in Deutschland, die ab der WM 1970 auch

im Fußball neue Eindrücke vermittelt.

 

Der SC Charlottenburg, einer er bedeutendsten

Sportvereine der Stadt, weiht 1926 den »Sportplatz

an der AVUS« ein. Unmittelbar an der Nordkurve

der Rennstrecke und unweit des im gleichen Jahr

eröffneten Funkturms gelegen, muss die Anlage

aber schon bald weichen. Die Messegesellschaft

benötigt das Gelände für die Erweiterung der

Hallen, so dass der SCC stattdessen das spätere

Mommsenstadion errichtet.

 

 

Football and the media:

Developing in tandem.

 

Starting in the 1970s, the popular indoor football

championships were played in Berlin’s Deutschland-

halle, a huge arena originally built for the 1936

Olympic Games and torn down in 2011. The director

of this important Berlin venue, Heinz Warneke –

he later became president of the Hertha association

football club – initiated the first indoor pro

tournament on German soil. It took place from

January 13 to 17, 1971, and was won by the home

team Hertha BSC. For a long time after that, these

indoor fun and games events were hugely popular.

However, because of changes in the German Football

Association’s (DFB) season planning and the risk of

injuries on artificial turf, many teams did not send

their star players to compete in these matches.

And since the late 1990s, when more and more

football matches were broadcast on TV, the popularity

of the indoor football championships has declined.

In contrast, the association football variant »Futsal«,

which is officially approved and regulated by the

International Federation of Association Football

(FIFA), is becoming more and more popular.