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© Foto: Sport:Kultur e.V.

Für Kinder ist das Fußball-Spiel eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

 

Thomas Häßler wächst im Stadtteil Wedding auf und erlernt das Fußballspielen bei Meteor 06, später wechselt er zu den Reinickendorfer Füchsen. Bereits früh, im Alter von 18 Jahren, verlässt er wie viele Talente West-Berlin und erhält seinen ersten Profivertrag beim 1. FC Köln, wo seine Weltkarriere beginnt und er aufgrund seines Berliner Dialektes den Spitznamen »Icke« erhält. Mit seinem Treffer zum 2:1-Sieg gegen Wales im letzten Qualifikationsspiel für die WM 1990 am 15. November 1989, wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, ermöglicht Häßler Deutschland die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Bei dem Turnier gewinnt die DFB-Auswahl ihren dritten Titel, Fans aus beiden deutschen Staaten bejubeln den Triumph. Zusammen mit dem ebenfalls in Berlin geborenen Pierre Littbarski ist Häßler einer der Sympathieträger des Teams. Seine Zeit an der Ernst-Reuter-Oberschule charakterisiert Häßler rückblickend mit Humor: »In der Schule gab's für mich Höhen und Tiefen. Die Höhen waren der Fußball.«

 

(Bildunterschriften:)

 

Für die Kinder des Arbeiterbezirks Wedding ist das Fußball-Spiel eine beliebte Freizeitbeschäftigung, bei der sie ihren Idolen nacheifern. Insbesondere die Erfolge der Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften 1954, 1974,1990 und 2014 tragen zur Popularität der Sportart bei und sorgen für reichlich Zulauf in den Kinder- und Jugendmannschaften der Vereine.

 

Der Berliner Sportreporter, Schauspieler und Regisseur Sammy Drechsel schafft mit seinem 1955 erschienenen Jugendbuch »Elf Freunde müsst ihr sein« dem Schulfußball ein bleibendes Denkmal. Der Roman, dessen Titel einem Ausspruch von Trainerlegende Richard Girulatis entlehnt ist, handelt vom Kampf einer Klasse einer Berliner Volksschule um die städtische Schulmeisterschaft im Fußball während der 1930er Jahre und gilt als Klassiker des Genres.

 

Mit zunehmender Beliebtheit wird Fußball auch Gegenstand im Sportunterricht. Die Schüler üben Bewegungsabläufe, Schusstechniken, taktisches Zusammenspiel und darüber auch soziales Miteinander. Da das Spiel nicht einfach auf schulische Erfordernisse und Rahmenbedingungen übertragen werden kann, auch weil die Schüler unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, kommen spezielle Spiel- und Übungsformen zum Einsatz.

 

Die Halbbrüder Kevin-Prince und Jérôme Boateng lernen das Fußballspielen in einem Bolzkäfig im Wedding. Obwohl sie gänzlich verschiedene Spielertypen sind und unterschiedliche Karrierewege einschlagen, avancieren beide zu erfolgreichen Nationalspielern: Kevin-Prince spielt für Ghana, Jérôme wird mit Deutschland 2014 Weltmeister. Zusammen mit ihrem Bruder George werden sie durch die Werbeaktion eines Sportartikelherstellers auf einem Wandbild an einer belebten Kreuzung im Bezirk verewigt.

 

(auf der anderen Seite unter dem Orientierungsplan:)

 

Kids love to play football in their

free time.

 

Thomas Häßler grew up in Berlin’s Wedding district

and learned to play football at the club Meteor 06;

later he left that club to join the Reinickendorfer

Füchse (Foxes), a famous club in the Reinickendorf

district. Like many other talented players, he left

West Berlin early on, at the age of 18, and signed

his first professional contract with the 1. FC Köln

(Cologne). His international career began there, and

in Cologne his Berlin dialect earned him his nickname

»Icke«. On November 15, 1989, he scored the winning

goal for a 2:1 win against Wales in the final World

Cup qualifier leading up to the 1990 World Cup. Thus,

only a few days after the fall of the Berlin Wall,

Häßler made it possible for Germany to compete for

the championship title in the World Cup. In the

tournament the DFB’s all-star team captured the title

for the third time, and fans from both German states

cheered the team’s triumph. Together with Pierre

Littbarski, who was also born in Berlin, Häßler has

been one of the most popular players on the team.

When asked about his time at the Ernst Reuter high

school, Häßler wryly answered: »School had highs

and lows for me. But football always was among

the highs.«