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© Foto: Sport:Kultur e.V.

Der Fußball nimmt in der Berichterstattung immer breiteren Raum ein.

 

Vom Beginn seiner Entwicklung an entwickelt der Fußball publizistische Formate, um über Ereignisse zu berichten, Ergebnisse zu veröffentlichen und den Akteuren ein Forum für die Kommunikation untereinander zu bieten. Nach und nach entstehen Zeitungen und Zeitschriften, bis sich auch die allgemeine Presse des Themas Sport annimmt. Mit der Entwicklung zum Massenphänomen in der Zeit der Weimarer Republik nimmt der Fußball auch in der Berichterstattung immer breiteren Raum ein. Live-Übertragungen im Fernsehen ersetzen für viele das Stadionerlebnis, die aktuelle Berichterstattung verlagert sich vom Printmedium immer stärker auf TV-Sendungen. Daneben bleiben eigene Magazine und der Sportteil der Zeitungen eine wichtige Informationsquelle. Um die Wende zum 21. Jahrhundert ist der Fußball ein allgegenwärtiges Medienereignis, das professionell vermarktet wird und durch Übertragungsrechte und Werbung Millionen-Einnahmen generiert. Fußballspieler und -trainer sind Medienstars.

 

Als erste Fachzeitschrift für Ballspiele in Deutschland entsteht 1891 die »Deutsche Ballspiel-Zeitung«. Der englischstämmige John Bloch übernimmt die Herausgeberschaft, benennt das Blatt in »Spiel und Sport« um und bezieht Verlagsräume in der Mauerstraße. Bald kommen neue Zeitschriften wie »Sport im Wort« oder »Der Rasensport«, später die »Fußball-Woche« und der »Kicker“ hinzu. Heute existieren außerdem auflagenstarke Zeitschriften wie »Sport Bild« oder »11Freunde« sowie zahlreiche Fan-Magazine, die als Printmedium sowie zusätzlich online erscheinen.

 

Der Fußballpionier Walter Bensemann, der die sogenannten Ur-Länderspiele organisiert und wesentlich an der Verbreitung des Fußballs in Deutschland mitgewirkt hat, hebt 1920 das Fußballmagazin Kicker aus der Taufe. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigriert er aufgrund seiner jüdischen Abstammung in die Schweiz, wo er 1934 stirbt.

 

In Berlin findet der Sport in der Presse stets ein breites Publikum. Sonderbeilagen bringen den Lesern vertiefende Informationen über die »wichtigste Nebensache der Welt« und erhöhen so die Auflage der Zeitung. Medien und Sport gehen eine Symbiose ein, die beiden zu wirtschaftlichem Erfolg verhilft.

 

Der Sport ist auch Gegenstand von Karikaturen, in denen aktuelle Geschehnisse und weltpolitische Ereignisse kritisch begleitet und mit einem Augenzwinkern kommentiert werden. Der Berliner »Oskar«, der als Fußballer in den 1940er Jahren beinahe den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat, veröffentlicht über Jahrzehnte hinweg regelmäßig seine Zeichnungen und erlangt so große Beliebtheit.

 

 

Football coverage and reporting takes up more and more space.

 

From the beginning of its development football had its own journalistic ways of reporting on events, publishing scores, and offering players a forum for communicating with each other. Gradually, newspapers and magazines appeared, until finally the regular national press lent an ear to sports and made room for it in its pages. As football developed into a mass phenomenon in the years of the Weimar Republic, football coverage in the press increases more and more. Eventually, for many fans live broadcasts on television replace the stadium experience, and the coverage of breaking news and current developments moves more and more from the print media to television broadcasts. In addition, football magazines and the sports pages of newspapers remain an important source of information. By the beginning of the 21st century, football had become an omnipresent media event that is marketed professionally and generates millions in revenue from broadcasting rights and advertising. Football players and trainers have become media celebrities.