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Fußballmeisterschaft

Forckenbeckstraße 14

1. Deutsche
Fußballmeisterschaft
Viertelfinale zu Berlin-Friedenau
10.5.1903
(Vereins- und Spielersymbole)
BTuFC Britannia /
BSV 1892 Berlin 1:3 VfB Leipzig
Deutscher FC Prag 1896
Magdeburger FC Victoria 1896
Karlsruher FV 1891
Altonaer FC von 1893

Der schöne Granitstein steht im Stadion Wilmersdorf links neben dem Casino des BSV 1892 auf einer Freifläche und wurde dort (lt. Wikipedia) am 27.9.2014 eingeweiht. Auf ihm verzeichnet sind auch die anderen Vereine, die an der ersten deutschen Fußballmeisterschaft teilnahmen. Den Titel gewann der VfB Leipzig.
Der Sportpark Friedenau befand sich auf dem Areal um den heutigen Cosimaplatz, begrenzt von Bundesallee - Varziner Straße - Isoldestraße - Sarrazinstraße (heutige Straßennamen). Er existierte nur bis Anfang 1905. Eigentlich war es eine Radrennbahn, deren innerer Teil für Fußballspiele genutzt wurde.
Das Berliner Tageblatt berichtete am Tag nach dem Spiel (11.5.1903, Morgenausgabe): „Verein für Bewegungsspiele Leipzig siegte über Britannia=Berlin mit 3 zu 1 Goal und qualifizierte sich hierdurch für die zweite Runde der deutschen Meisterschaft.” In der damaligen Wortwahl fällt auf und wird deutlich, dass Fußballspielen aus England nach Deutschland kam. Nicht nur sind Tore Goals, sondern das Spiel ein Match, die Verteidiger Backs, die Halbzeit Halftime. Nur der Torwart ist noch ein Torwächter. Vertraut klingt der Satz: „Bedauerlich ist es, dass eine Fußballcentrale wie Berlin die Kämpfe um die deutsche Meisterschaft nicht besser bestreiten kann.”
Der 1892 gegründete Berliner Thor- und Fußball-Club Britannia 1892 benannte sich zu Anfang des Ersten Weltkriegs in BSV 1892 um.

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