http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Zwangsarbeit-Bluecherpl-0507.jpg
© Foto: gedenktafeln-in-berlin.de

Blücherplatz 1

(früher Belle-Alliance-Straße 106/7)

Auf diesem Gelände befand sich bis zum

Ende des Zweiten Weltkrieges das »Stamm-

lager III D«, die Dienststelle, die für die

Unterbringung und den Arbeitseinsatz der

Kriegsgefangenen im »Wehrkreis III«

(Berlin und Umgebung) zuständig war.

Die Gefangenen wurden zur Arbeit in

zivilen Betrieben wie Verlagen, Brauereien

oder Nahrungsmittelherstellern, aber auch

in Rüstungsfirmen gezwungen.

Damit wurde die Genfer Konvention, die

Deutschland 1929 unterzeichnet hatte,

mißachtet, und die Kriegsgefangenen sind

als Zwangsarbeiter anzusehen.

Kriegsgefangene erhielten etwa 60% des

üblichen Lohnes. Sie bekamen keine

Reichsmark ausgezahlt, sondern »Lager-

geld«, das nur von bestimmten Geschäf-

ten akzeptiert wurde. Den Betrieben

selbst war es jedoch überlassen, ob sie

den Gefangenen ihren Lohn direkt gaben

oder an die Kommandantur überwiesen.

Sie legten auch die Lohnhöhe fest.

 

Merkblatt für Hilfswachmänner